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11.02.2022 Martin Weiß

Ukraine-Krise: USA drohen Russland mit Sanktionen – Wall Street reagiert mit Verlusten – Ölpreis +5 Prozent – Gold +1,1 Prozent

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Der amerikanische Präsident Joe Biden hat am Abend erneut vor einer Invasion der Ukraine durch russische Truppen gewarnt und für diesen Fall massive Sanktionen gegen Moskau angekündigt. Neben den USA hat nun auch Großbritannien seine Bürger aufgefordert, die Ukraine umgehen zu verlassen. An den New Yorker Aktienmärkten sorgt die Entwicklung für fallende Kurse.

Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial büßte rund zwei Stunden vor dem Handelsschluss 1,2 Prozent auf 34.829 Punkte ein. Das Wochenplus zum Handelsstart an diesem Tag hat sich damit aktuell in ein Wochenminus von 0,7 Prozent gewandelt. Der den breiten Markt abdeckende Index S&P 500 gab nach einem stabilen Verlauf zuletzt um 1,5 Prozent auf 4.438 Punkte nach. Der Technologie-Index Nasdaq 100 sackte um 2,2 Prozent auf 14.382 Punkte ab, was im Wochenverlauf einen Verlust von etwas mehr als 2 Prozent bedeuten würde.

Jeder Amerikaner, der sich noch in der Ukraine befinde, sollte das Lande "unverzüglich" verlassen, warnte das Weiße Haus am Freitag und sagte, Russland könnte jetzt jeden Tag eine Invasion in dem Nachbarstaat beginnen, selbst während der laufenden Olympiade. "Wir wissen nicht genau, was passieren wird, aber das Risiko ist jetzt hoch genug", sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Freitag im Weißen Haus. "Alle Amerikaner in der Ukraine sollten das Land so bald wie möglich verlassen - und auf jeden Fall in den nächsten 24 bis 48 Stunden", betonte Sullivan.

Falls es zu einem russischen Einmarsch kommen sollte, dürfte es zunächst Luftangriffe und dann eine Bodenoffensive geben, weswegen es dann kaum mehr möglich sein dürfte, das Land zu verlassen, sagte Sullivan. "Niemand könnte sich auf Luft-, Eisenbahn- oder Landverbindungen verlassen, nachdem ein Militäreinsatz beginnt", sagte er. Es werde in einem solchen Fall keinen Evakuierungseinsatz des US-Militärs für Amerikaner in der Ukraine geben, fügte Sullivan hinzu. Präsident Joe Biden hatte amerikanische Staatsbürger bereits am Donnerstag aufgefordert, die Ukraine umgehend zu verlassen

In einer weiteren Meldung vom Abend wurde bekannt, dass Großbritannien seinen Bürgern ebenfalls zu einem umgehenden Verlassen des Landes rät.

An den internationalen Kapitalmärkten beobachten die Anleger den schwelenden Konflikt seit Wochen. Zuletzt aber hatte die anhaltend hohe Inflation und daraus resultierende Zinsängste die Ukrainie-Krise medial etwas an die Seite gedrängt. Mit einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Abend zu dem Thema ist den Investoren die Brisanz offenbar erneut klargeworden.

Der Ölpreis steigt unter dem Eindruck der Entwicklung um 5,1 Prozent auf 94,38 Dollar für ein Fass WTI und Gold legt um 1 Prozent auf 1.857 Dollar je Feinunze zu.

(mit Material von dpa-AFX)

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