Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
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30.04.2021 Emil Jusifov

Twitter: Heftiger Abverkauf nach Zahlen

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Twitter

Twitter hat gestern nachbörslich seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert und enttäuschte bei seinem Nutzerwachstum und seiner Prognose. Auch die Anleger verabschieden sich nun in Scharen von der Aktie.

Die Zahl der täglich aktiven Nutzer, die Twitter mit seiner Werbung erreichen kann, stieg zwar um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, erreichte jedoch nur 199 Millionen. Analysten hatten hier mit 200 Millionen gerechnet. Nachdem Snap und Facebook bei den Nutzerzahlen überzeugt hatten, war dies eine herbe Enttäuschung. Der Plattform fehlt wohl schlichtweg ihr bestes Zugpferd: Donald Trump.

Zudem gab Twitter bei der Umsatzprognose für das laufende Quartal nur eine Spanne zwischen 980 Millionen und 1,08 Milliarden Dollar an. Analysten hatten eher mit Erlösen in einer Größenordnung von 1,06 Milliarden Dollar gerechnet.

Nach den Zahlen haben bereits einige Analysten - unter anderem die Experten von Piper Sandler, JPMorgan, Barcleys und Jefferies - ihre Kursziele für Twitter gesenkt.

Die Experten von Piper Sandler sagten, dass die Q1-Zahlen von Twitter nicht besonders enthusiastisch stimmen würden und bemängelten das Nutzerwachstum, das nicht gerade für Selbstbewusstsein bei den Investoren sorgen würde. Sie senkten ihr Kursziel von 71 auf 66 Dollar.

Twitter (WKN: A1W6XZ)

Nachdem Snap und Facebook bei den Nutzerzahlen überzeugt hatten, waren die Twitter-Zahlen eine herbe Enttäuschung. Wenig zielführend war in diesem Kontext auch die Sperrung des populären Twitter-Accounts @realDonaldTrump des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 42,50 Euro.

 

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Twitter.

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