30.04.2020 Thorsten Küfner

TUI zieht nach

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TUI

Gestern hat die Bundesregierung ihre weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni verlängert. Heute hat der größte europäische Reiseanbieter TUI nachgezogen. Wie das Unternehmen auf seiner Homepage bekannt gab, pausiert nun auch das Reiseprogramm von TUI Deutschland bis zum 14. Juni. Ein Fenster lässt sich der Konzern aber noch offen.

So bleibt das Geschäft mit Reisen innerhalb Deutschlands vorerst nur bis Mitte Mai ausgesetzt. Denn TUI geht von einer früheren Öffnung der Ferienhäuser und Hotels in Deutschland aus. Das Unternehmen erklärte, man habe bereits in den vergangenen Monaten das Programm für innerdeutsche Reisen auf mehr als 2.300 Hotels und Unterkünfte ausgebaut.

Da uns zu diesem Thema zuletzt viele Fragen erreicht haben, stellen wir klar: Wir Redakteure vom AKTIONÄR befassen uns nur mit der Aktie (!) von TUI. Wir haben leider keinen Einblick, ob und wann bestimmte TUI-Reisen stattfinden. Und so gerne wir Ihnen auch helfen würden: Wir können keine Reisen für Sie umbuchen oder stornieren.

„Die Saison wird dieses Jahr später starten und der Schwerpunkt wird sich in den Spätsommer verschieben. In vielen Urlaubsorten am Mittelmeer ist dies sogar die schönste Zeit. Das Interesse der Menschen zu verreisen oder abgesagte Urlaube nachzuholen, ist groß, das zeigt auch die Suche auf unserer Internetseite und die Einlösung unserer Reisegutscheine. Reisen ist und bleibt für die Deutschen eine Herzensangelegenheit – jetzt mehr denn je,“ erklärte Hubert Kluske, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing TUI Deutschland. Zur kompletten Unternehmensmeldung.

TUI (WKN: TUAG00)

Es bleibt weiterhin vollkommen offen, wann es zu einer Art von „Normalisierung“ des Reiseverkehrs kommen wird. Dementsprechend bleibt die TUI-Aktie nur etwas für Anleger mit einem sehr starken Nervenkostüm und einem langen Atem. Konservative Anleger sollten hingegen weiter an der Seitenlinie verharren.