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10.06.2020 Carsten Kaletta

TUI: Wieder neuer Tiefschlag

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TUI

Zuletzt profitierte TUI von der Fantasie, Touristen ab Mitte Juni zu vielen Destinationen der Welt bringen zu können. Nun ist die Bundesregierung nach Angaben von dpa-AFX entschlossen, die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August zu verlängern. Das drückt auf die Stimmung und auf die Aktie. 

Mitbetroffen von dieser Regelung wäre die Türkei – ein bei Urlaubern populäres Sommerziel und damit für TUI eine umsatzstarke Destination, wo die Hannoveraner erstmal kaum Geld verdienen können. Genauso scheiden im Grunde die beliebten nordafrikanischen Destinationen wie Ägypten, Marokko oder Tunesien aus – auch sie dürften aufgrund der Entscheidung der Bundesregierung eher wenig angeflogen werden. Sie gehören zu den 160 Ländern, für die die Reisewarnung nun zunächst pauschal bis Ende August verlängert werden soll. Gleichzeitig sollen aber Ausnahmen bei Ländern ermöglicht werden, die bestimmte „Corona-Kriterien“ erfüllen.

In der vergangenen Woche hatte das Bundeskabinett beschlossen, die Reisewarnung am 15. Juni immerhin für 31 europäische Länder aufzuheben. Dazu zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengen-Raums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Für 29 Länder erfolgt die Aufhebung am 15. Juni, für Spanien und Norwegen erst später, weil dort noch Einreisesperren gelten. 

Für diese Länder wird es künftig nur noch Reisehinweise geben. Darin wird über die landesspezifischen Risiken informiert. Das kann auch bedeuten, dass von touristischen Reisen abgeraten wird. Zum Beispiel bei Großbritannien soll das der Fall sein, solange dort noch eine 14-tägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden besteht.


TUI (WKN: TUAG00)

Der AKTIONÄR bleibt bei seiner kritischen Einschätzung gegenüber TUI. Angesichts der andauernden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Unsicherheiten für den Reisemarkt wird der Touristik-Konzern immer wieder mit neuen Rückschlägen rechnen müssen. Die Aktie kommt vor dem Hintergrund nicht als solides Dauer-Investment in Betracht. 

(Mit Material von dpa-AFX)