07.08.2014 Stefan Sommer

Top-Verlierer Beiersdorf: Enttäuschende Zahlen

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Beiersdorf
Trendthema

Beiersdorf konnte den Erwartungen der Analysten nicht gerecht werden. Sowohl beim Umsatz und Gewinn fielen die Ergebnisse schwächer aus. Vor allem der starke Euro hat den Nivea-Herseller einen Großteil des Wachstums gekostet.

Trotz Zuwächsen in Höhe von fünf Prozent legte der Erlös im ersten Halbjahr durch negative Wechselkurseffekte am Ende nur um 0,2 Prozent auf 3,17 Milliarden Euro zu, wie der DAX-Konzern am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 4,3 Prozent auf 452 Millionen Euro gestiegen. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Experten leicht.

Unter dem Strich verdiente Beiersdorf 306 Millionen Euro und damit gut acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Konzernchef Stefan Heidenreich zeigte sich angesichts der nach wie vor teilweise schwierigen Marktbedingungen mit dem Ergebnis und Wachstum zufrieden. Er bestätigte zudem die Prognose für das Jahr 2014. Demnach soll der Umsatz ohne Zukäufe und Sondereffekte um vier bis sechs Prozent steigen und die operative Marge leicht zulegen.

Analysten enttäuscht

Andrew Wood vom US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Beiersdorf auf "Underperform" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Die Zahlen des Konsumgüterherstellers für das zweite Quartal seien in jeder Hinsicht schwach ausgefallen, schrieb der Experte in einer Studie vom Donnerstag. Eine derart starke Abschwächung der Umsatzentwicklung habe er nicht erwartet. Die größte Enttäuschung sei das schwache organische Umsatzwachstum des Segments Consumer.

Finger weg

Die Beiersdorf-Aktie reagiert auf die Zahlen mit einem deutlichen Minus. Damit hat sich die charttechnische Situation weiter eingetrübt. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 64 Euro. Eine Bodenbildung ist allerdings aktuell noch nicht zu erkennen. DER AKTIONÄR rät von einem Einstieg bei dem Wert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)