13.11.2018 Marion Schlegel

Top News für die Dividenden-Perle Roche: Schnellere Zulassung in den USA in Sicht

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DAX

Für den Schweizer Pharmakonzern Roche läuft es derzeit bestens. Nach einer überzeugenden Vorstellung auf dem wichtigsten europäischen Krebskongress ESMO, der im Oktober in München stattfand, kann das Unternehmen erneut punkten. Wie Roche am heutigen Dienstag mitteilte, hat die US-Gesundheitsbehörde FDA der Kombination aus dem Immuntherapeutikum Tecentriq und der Chemotherapie Abraxane als Erstlinientherapie zur Behandlung von Patienten mit dreifach-negativem Brustkrebs den Status „Priority Review" erteilt. Die FDA gewährt dieses beschleunigte Zulassungsverfahren immer dann, wenn sie einem Therapieansatz einen deutlichen Fortschritt gegenüber der aktuellen Standardbehandlung sieht. Wie es in der Mitteilung heißt, werden die Experten der US-Gesundheitsbehörde bis zum 12. März 2019 über den Zulassungsantrag entscheiden.

Konkret soll diese Kombination bei Patienten mit PD-L1-positivem, dreifach negativen Brustkrebs (TNBC) zum Einsatz kommen. „Die Menschen brauchen mehr Optionen für diese Art von Brustkrebs, der besonders schwer zu behandeln ist", kommentierte Sandra Horning, Chief Medical Officer von Roche und Leiterin der globalen Produktentwicklung. „Wir arbeiten eng mit der FDA zusammen, um den Patienten so schnell wie möglich diese Tecentriq-Kombi-Behandlung anbieten zu können.“

Stefan Schneider, Aktienanalyst von Vontobel Research, erwartet Spitzenumsätze für diese Indikation in Höhe von 650 Millionen Schweizer Franken. Er bestätigte seine Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 278 Franken.

DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls sehr optimistisch für die Aktie des Pharmakonzerns gestimmt. Auch die Charttechnik sieht enorm vielversprechend aus. Zuletzt ist dem Wert der Sprung über die jüngsten Verlaufshochs gelungen. Nun gilt es, das Januarhoch bei 252,85 Franken zu überwinden. Dies wäre ein neues großes Kaufsignal für die Aktie. Nicht zu verachten außerdem: die starke Dividendenrendite von derzeit 3,5 Prozent. DER AKTIONÄR empfiehlt bei der Aktie, die Gewinne laufen zu lassen.

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