Das sind die Gewinneraktien von morgen!
Foto: Börsenmedien AG
27.05.2017 Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Viele Optionen – was macht Hiesinger?

-%
ThyssenKrupp

ThyssenKrupp befindet sich im Wandel. Konzernchef Heinrich Hiesinger will die Stahlsparte loswerden. Die Marge in dem Bereich reicht nicht. Eine Fusion mit Tata ist nach wie vor der favorisierte Weg. Dieser soll allerdings nicht um jeden Preis eingeschlagen werden. Es gibt auch Alternativen.

Die Fusion könnte daran scheitern, dass die Wettbewerbshüter dem Tata-Deal mit dem britischen Pensionsfonds nicht zustimmen. Hiesinger wird den Umbau aber auch dann weiter vorantreiben. Der Branchenführer ArcelorMittal und die russische Severstal kommen in diesem Fall als Käufer in Betracht. Allerdings sind beide Konzerne keine optimalen Lösungen.

Bei ArcelorMittal gebe es wohl kartellrechtliche Probleme. Ein Deal mit den Russen würde dagegen die deutsche Autoindustrie verärgern. Diese ist allerdings einer der Hauptkunden von ThyssenKrupp. Alternativ könnte die Stahlsparte auch an einen Finanzinvestor gehen. KKR hat laut Manager Magazin bereits Interesse an einer Übernahme gezeigt. Unabhängig davon, welche Lösung es am Ende wird: Durch die circa drei Milliarden Euro an Pensionsverpflichtungen, die ThyssenKrupp einer Tochter mitgeben würde, könnte der DAX-Konzern die angeschlagene Bilanz deutlich aufhübschen.

Foto: Börsenmedien AG

Neubewertung möglich

Es ist davon auszugehen, dass sich ThyssenKrupp in absehbarer Zeit von der Stahlsparte trennt. Hiesinger wird sich die Zeit nehmen, die er benötigt, und dann die sinnvollste Lösung wählen. Die Aktie steht dann vor einer Neubewertung. Ohne das Sorgenkind Stahl und mit einer verbesserten Bilanz wären sogar Kurse über 30 Euro drin. Anleger lassen die Gewinne laufen und bleiben an Bord.

Buchtipp: Wie man Unternehmenszahlen liest

Alle Investment-Giganten der Gegenwart wurden von ihm inspiriert: In Benjamin Grahams jetzt auf Basis der Erstausgabe von 1937 neu aufgelegtem Kultklassiker vermittelt er komprimiert und leicht verständlich das Rüstzeug für eine faktenbasierte und werteorientierte Unternehmensanalyse. Die richtigen Schlüsse aus Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens ziehen? Graham zeigt, wie es geht. Mit einfachen Tests lernt der Leser, die finanzielle Situation eines Unternehmens zu beurteilen. Für den notwendigen Durchblick im Dschungel der finanzmathematischen Begriffe sorgen das umfangreiche Glossar und anschauliche Rechenbeispiele.
Wie man Unternehmenszahlen liest

Autoren: Graham, Benjamin
Seitenanzahl: 176
Erscheinungstermin: 23.07.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-679-0