9 Aktien abseits von BioNTech, Apple und Amazon!
Foto: Börsenmedien AG
16.05.2019 Maximilian Völkl

ThyssenKrupp springt wieder nach oben – und das völlig zu Recht!

-%
ThyssenKrupp

Das Auf und Ab bei ThyssenKrupp setzt sich am Donnerstag fort. Nachdem die Aktie in den vergangenen Tagen den Kurssprung von vergangenem Freitag konsolidiert hatte, geht es heute wieder bergauf. Mit einem Plus von bis zu sechs Prozent führt der Industriekonzern den DAX im frühen Handel wieder an. Hintergrund: Die Spekulationen um Kone flammen wieder auf.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, dass der Aufzugbauer Kone an ThyssenKrupp Elevator interessiert sei. Nun hat Reuters erneut berichtet, dass die Finnen über ein Angebot nachdenken. Kone lote eine Offerte aus, zitiert die Nachrichtenagentur einen Insider. Allerdings müssten die Überlegungen nicht zwingend zu einem Übernahmeangebot führen.

Finanziell müsste sich Kone demnach strecken, um die Elevator-Sparte zu übernehmen. Eine Möglichkeit sei deshalb, dass neben Cash auch eigene Aktien angeboten würden. Laut dem Bericht könnte auch der Schweizer Rivale Schindler Interesse zeigen.

Foto: Börsenmedien AG

Bedenken zu erwarten

Elevator ist die Perle von ThyssenKrupp. Wird die Sparte in die Eigenständigkeit überlassen, dürfte das Interesse groß sein. Doch bei einer Übernahme dürften auch die Wettbewerbshüter genau hinschauen. Mit Otis, Schindler, Kone, ThyssenKrupp und Mitsubishi dominieren ohnehin schon nur fünf Firmen den Aufzugsmarkt. Ob ein Zusammenschluss genehmigt würde, bleibt deshalb offen.

Foto: Börsenmedien AG

Kauflimit

An der Börse kommen die Spekulationen gut an. Mögliche Kooperationen mit anderen Unternehmen auch in den weiteren Geschäftsbereichen könnten ThyssenKrupp helfen, die operativen Probleme in den Griff zu bekommen. Doch auch mit der neuen Strategie dürfte der Weg steinig bleiben.

Langfristig sieht DER AKTIONÄR bei ThyssenKrupp deutlich mehr Werte als die aktuelle Marktkapitalisierung widerspiegelt. Doch ein erneuter Test des Mehrjahrestiefs scheint im schwierigen Marktumfeld noch möglich. Mutige Anleger setzen ein Kauflimit bei 11,20 Euro.

Buchtipp: Wie man Unternehmenszahlen liest

Alle Investment-Giganten der Gegenwart wurden von ihm inspiriert: In Benjamin Grahams jetzt auf Basis der Erstausgabe von 1937 neu aufgelegtem Kultklassiker vermittelt er komprimiert und leicht verständlich das Rüstzeug für eine faktenbasierte und werteorientierte Unternehmensanalyse. Die richtigen Schlüsse aus Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens ziehen? Graham zeigt, wie es geht. Mit einfachen Tests lernt der Leser, die finanzielle Situation eines Unternehmens zu beurteilen. Für den notwendigen Durchblick im Dschungel der finanzmathematischen Begriffe sorgen das umfangreiche Glossar und anschauliche Rechenbeispiele.
Wie man Unternehmenszahlen liest

Autoren: Graham, Benjamin
Seitenanzahl: 176
Erscheinungstermin: 23.07.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-679-0