Tesla will Batterie-Fabrik in Deutschland bauen - Gefahr für Daimler, BMW und Co?

Tesla will Batterie-Fabrik in Deutschland bauen - Gefahr für Daimler, BMW und Co?
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 19.11.2015, 09:39 DER AKTIONÄR

Die Tesla-Aktie wurde in den letzten Monaten durchgereicht. Seit dem Jahreshoch bei 280 Dollar büßte der Titel über 20 Prozent ein. In den letzten Tagen konnte sich das Chartbild etwas aufhellen. Die Aktie scheint bei 206 Dollar einen Boden gefunden zu haben. Am Mittwoch gehörte das Tesla-Papier zu den Top-Performern im Nasdaq. Grund für den Kurszuwachs waren Teslas sportliche Wachstumspläne für die nächsten Jahre

Batterie-Factory in Deutschland?

Es wurde bekannt, dass Tesla mit der deutschen Regierung in Verhandlungen über den Bau einer Batterie-Fabrik in Deutschland steht. Dies gab Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bekannt. „Wir befinden uns in Verhandlungen. Ich denke, er [Elon Musk] möchte öffentliche Fördermittel“, so Gabriel. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Den Bau einer solchen Produktionsstätte würde die Konkurrenten BMW, Daimler und VW unter Druck setzten. Da Rivale Daimler seine einstige Batterie-Vorzeigefabrik in Kamenz (Sachsen) zum Ende des Jahres schließen wird, könnte das für Tesla eine große Chance bedeuten, den Marktanteil im deutschen Batteriemarkt weiter zu steigern. Tesla betonte zuletzt immer wieder, dass Deutschland einer der wichtigsten Märkte für ihr Batteriespeicher-System Powerwall sei.

Bau der Gigafactory kommt gut voran

Aktuell befindet sich die Gigafactory nahe des amerikanischen Reno (Nevada) in Bau. Zuletzt berichtete CEO Elon Musk bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen, dass die Arbeiten an der Gigafactory schneller als erwartet vorankommen. Mit Hilfe der Produktionsstätte sollen die Kosten für Akkus, die beim Elektroauto der größte Kostenfaktor sind, deutlich gesenkt werden.

Quelle: Börsenmedien AG

Trendwende?

Das Chartbild verbesserte sich in den letzten Tagen deutlich. Das Jahrestief bei 206 Dollar erwies sich als solide Unterstützung. Von einer charttechnischen Trendwende zu sprechen ist allerdings noch zu früh. Der mittelfristige Abwärtstrend ist weiterhin intakt. Allerdings würde durch einen weiteren Kurszuwachs von drei Prozent ein Ausbruch erfolgen. Anschließend würde die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 233 Dollar verläuft, in den Fokus rücken. Risikobewusste Anleger können einsteigen.

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