31.10.2019 Lars Friedrich

Tesla: Unschönes Detail in den Zahlen

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Tesla
Trendthema

Die jüngsten Quartalszahlen von Tesla übertrafen die Erwartungen, Shortseller wurden auf dem falschen Fuß erwischt, die Aktie konnte massiv zulegen. Euphorie stellt sich trotzdem nicht ein – jedenfalls nicht bei der Mehrheit der Analysten. Stattdessen hat ein Detail aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht in den vergangenen Tagen für Verunsicherung gesorgt.

Aus einem SEC-Dokument geht hervor, dass der Umsatz in den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar eingebrochen ist. Die Umsätze in China, den Niederlanden und Norwegen sowie dem Rest der Welt stiegen teils deutlich und legten insgesamt um mehr als eine Milliarde Dollar zu. Unterm Strich steht aber ein Umsatzrückgang von 6,82 Milliarden Dollar auf 6,3 Milliarden.

Unterdessen hat Morgan Stanley das Kursziel für die Tesla-Aktie von 230 auf 250 Dollar angehoben, liegt damit allerdings deutlich unter dem aktuellen Kurs. Nur im besten Fall werden der Aktie statt 391 nun 440 Dollar zugetraut. Die Aktie erhält weiter die Einstufung „Halten“.

Bloomberg verzeichnet derzeit 12 Kaufempfehlungen, 9 „Halten“ und 16 Verkaufsempfehlungen. Das Kursziel liegt auf Sicht der nächsten zwölf Monate durchschnittlich bei 274,16 Dollar – und damit mehr als zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Es bleibt dabei: Tesla ist eine Glaubensfrage. Dabei geht es um den Glauben an die Zukunft der Elektromobilität, aber auch an Elon Musk und sein Unternehmen. Charttechnisch gesehen ist Tesla dieser Tage neutral bis bullish einzustufen. Wer investiert ist, bleibt dabei.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.