Tesla setzt neue Prioritäten im Werk in Austin. Ab Mitte 2027 drosselt der Autobauer die Fertigung des Cybertrucks deutlich. Der Grund: Konzernchef Elon Musk braucht die Kapazitäten der Fabrik für das autonome Robotaxi Cybercab.
Bei der Vorstellung des ersten Prototyps im Jahr 2019 sprach Musk noch vom besten Produkt der Firmengeschichte. Der Plan sah vor, jährlich mehr als 250.000 Einheiten des kantigen Pick-ups zu bauen. Die Realität fiel deutlich schwächer aus.
Im ersten Verkaufsjahr setzte Tesla nicht einmal ein Sechstel dieser Zielmarke ab. Das entspricht weniger als 42.000 Fahrzeugen. Auch mehrere Rückrufe drückten zuletzt auf das Image des Modells. Ob Tesla die Produktion im Jahr 2027 vollständig beendet oder lediglich an einen anderen Standort verlagert, ließ Musk in seinem Beitrag am Freitag offen.
Alles auf die Robotaxi-Karte
Während der Cybertruck die hohen Erwartungen verfehlt, rückt das Cybercab in den Mittelpunkt. Die Fertigung des goldfarbenen Zweisitzers ist im Werk in Austin bereits in diesem Jahr angelaufen. Das Fahrzeug bildet das Fundament für Teslas geplanten Robotaxi-Dienst.
Der Produktionsstopp des Cybertrucks in Texas ist ein Eingeständnis: Das Prestigeprojekt bleibt ein teures Nischenprodukt ohne Massenmarkt. Musk zieht die Konsequenz und räumt die Bänder für die nächste Wette frei. Anleger bleiben an Bord.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 14:16
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