Tesla hat am Donnerstagnachmittag seine jüngsten Auslieferungszahlen veröffentlich und die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Dennoch fällt die Aktie des Musk-Konzerns im US-Handel um sieben Prozent und rutscht sogar und die psychologisch wichtige Marke von 400 US-Dollar.
• Tesla übertraf mit 480.126 Auslieferungen und 451.758 produzierten Fahrzeugen die Erwartungen deutlich.
• Dennoch fällt die Aktie im US-Handel um sieben Prozent unter die Marke von 400 US-Dollar.
• Grund ist BYD: Der Rivale hat den Titel als weltgrößter EV-Verkäufer zurückerobert und setzt rund 43 Prozent im Ausland ab – in Teslas Wachstumsmärkten.
Tesla hat ein Rekordquartal hingelegt: 480.126 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertreffen den Analystenkonsens von 396.466 Einheiten deutlich. Auch die Produktion legte mit 451.758 Fahrzeugen um zehn Prozent zu. Auf dem Papier ist das ein deutliches positives Signal des US-Konzerns nach einem schwachen Jahresstart.
Und dennoch geht es mit den Papieren des EV-Herstellers am Donnerstag deutlich nach unten. Der Grund dafür ist, dass der chinesische Rivale BYD den Titel als weltgrößter Verkäufer reiner Elektroautos zurückerobert hat.
Entscheidend ist dabei vor allem, dass BYD rund 43 Prozent seiner EVs im Ausland abgesetzt hat. Die Chinesen haben also schon einen großen Teil der Märkte erobert, in denen Tesla wachsen möchte.
Absolut betrachtet sind die Auslieferungszahlen von Tesla stark ausgefallen – insbesondere, da sie weit über den Vorjahreswerten und den Schätzungen der Analysten lagen. Relativ betrachtet hat Tesla allerdings deutlich weniger Einheiten ausgeliefert als der große chinesische Konkurrent BYD und damit seine Position als EV-Weltmarktführer eingebüßt. Anleger bleiben sowohl bei den Papieren von Tesla als auch bei der BYD-Aktie an der Seitenlinie.
Was ist Tesla und was unterscheidet es von klassischen Autobauern?
Ein US-Konzern, bekannt für Elektrofahrzeuge, der sich aber nicht als reiner Autobauer versteht: Tesla verbindet die Fahrzeugproduktion mit Software, eigener Batterietechnik, Ladenetzwerk sowie Ambitionen in KI, autonomem Fahren und Robotik.
Womit verdient Tesla sein Geld – und wo liegt das Potenzial?
Vor allem mit dem Verkauf von Elektrofahrzeugen. An Bedeutung gewinnt das margenstarke Energiespeichergeschäft; zusätzliche Fantasie liefern autonomes Fahren (FSD/Robotaxi) und der Roboter Optimus.
Welche Faktoren beeinflussen die Tesla-Aktie besonders?
Weniger die reinen Auslieferungszahlen als vielmehr Margen, Verkaufspreise und der Wettbewerbsdruck – vor allem durch BYD. Hinzu kommen Preiskampf, Regulierung und die Erwartungen an Teslas Technologieprojekte.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 17:15