Ausbruch bestätigt – das ist Ihre neue Trading-Chance
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18.10.2021 Michael Schröder

Teamviewer nach dem Kurssturz: Jetzt dreht sich das Personalkarussell

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Der in den vergangenen Wochen an der Börse stark unter Druck stehende Softwareanbieter Teamviewer sucht einen neuen Finanzvorstand. Der bisherige Finanzchef Stefan Gaiser verlässt das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen mit Ablauf seines Vertrags im Jahr 2022. Vorstandschef Oliver Steil darf dagegen bleiben. Sein Vertrag wurde vom Aufsichtsrat verlängert.

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Die beiden Manager waren bei Investoren zuletzt in Kritik geraten, da der Aktienkurs in den vergangenen Wochen und Monaten stark gesunken ist. Seit der Prognosesenkung für das laufende Jahr und der Aussetzung der mittelfristigen Planvorgaben ist der Börsenwert um mehr als 2,5 Milliarden Euro geschrumpft.

Billings (in Rechnung gestellte Erlöse), Umsatz und operative Marge werden die angestrebten Planvorgaben nicht erreichen. Die Prognosen für 2021 wurden gesenkt. Neue Mittelfristziele will der Konzern auf dem virtuellen Kapitalmarkttag am 10. November präsentieren.

Vorstand Oliver Steil räumte bereits ein, teilweise zu schnell zu viel investiert zu haben. „Einige waren skeptisch mit Blick auf unsere Ambitionen für das zweite Halbjahr, und heute müssen wir einräumen, dass sie recht hatten“, so Steil im Rahmen einer Analystenkonferenz. „Wir waren an vielen Stellen zu ambitioniert.“ Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von Steil dennoch um drei Jahre bis Oktober 2024 verlängert. Ein neuer CFO wird bereits gesucht. Zudem soll der Vorstand um ein zusätzliches Mitglied „mit klarem Fokus auf dem Vertrieb“ erweitert werden.

Teamviewer (WKN: A2YN90)

Für ein nachhaltiges Comeback an der Börse muss der gesamte Vorstand das verlorengegangene Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. Die erste Gelegenheit hat er auf dem Kapitalmarkttag am 10. November. DER AKTIONÄR sieht für die Aktie aber vorerst wenig Luft nach oben. Der Titel scheint mittlerweile zwar überverkauft. Eine technische Gegenbewegung in Richtung 16 bis 18 Euro ist nicht auszuschließen. Viel mehr dürfte zunächst allerdings nicht drin sein.

(Mit Material von dpa-AFX)

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