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15.10.2021 Michael Schröder

Teamviewer: Vorstand räumt Fehler ein - wichtiger Termin!

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Teamviewer

Nach schwachen vorläufigen Quartalszahlen hat Teamviewer in der vergangenen Woche alle kurz- und mittelfristigen Prognosen kassiert. Die Aktie hat sich daraufhin fast halbiert. Analysten haben im Anschluss ihre Schätzungen und Kursziele deutlich gesenkt. Eine nennenswerte technische Gegenbewegung ist bisher ausgebleiben.

Billings, Umsatz und operative Marge werden die angestrebten Planvorgaben im laufenden Jahr nicht erreichen, so Vorstand Oliver Steil. Der Firmenlenker räumte ein, teilweise zu schnell zu viel investiert zu haben. "Einige waren skeptisch mit Blick auf unsere Ambitionen für das zweite Halbjahr, und heute müssen wir einräumen, dass sie recht hatten", so Steil im Rahmen einer Analytenkonferenz. "Wir waren an vielen Stellen zu ambitioniert."

Billings stellen den Wert der fakturierten Güter und Dienstleistungen dar, die den Kunden innerhalb einer Periode berechnet werden, sind also in Rechnung gestellte Erlöse. In Anbetracht des bisherigen Billings-Wachstums sowie der aktuellen Konversion von in Aussicht stehenden Vertragsabschlüssen im Großkundenbereich passt Teamviewer seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 an und erwartet nunmehr Billings von zwischen 535 Millionen bis 555 Millionen Euro (zuvor: am unteren Ende der Spanne von 585 Millionen bis 605 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse sollten dem neuen Ausblick zufolge zwischen 495 Millionen und 505 Millionen Euro liegen, während sie bisher am unteren Ende der Spanne von 525 Millionen bis 540 Millionen Euro erwartet worden sind. Vor dem Hintergrund der geänderten Aussichten für das Billings-Wachstum wird auch der Ausblick für die Adjusted EBITDA-Marge auf zwischen 44 und 46 Prozent angepasst (bisher: 49 bis 51 Prozent). Neue Mittelfristziele will der Konzern auf dem virtuellen Kapitalmarkttag am 10. November präsentieren.

Die Analysten haben reagiert. Die Kommentare haben es in sich und zeigen das ganze Ausmaß. Die neuen Kursziele liegen aktuell zwischen 16,20 und 29,20 Euro. Das durchschnittliche Kursziel der überabeiteten Einschätzungen lautet aktuell 22,26 Euro. Um wieder in diese Kursregionen vorstoßen zu können, muss der Vorstand das verlorengegangene Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. Die erste Gelegenheit hat er auf dem Kapitalmarkttag im November.

Teamviewer (WKN: A2YN90)

Nach der Prognosesenkung brach die Teamviewer-Aktie in der Spitze um rund 43 Prozent auf 13,44 Euro ein. Mittlerweile hat sich die Aktie um Bereich um 14 Euro stabiliert. DER AKTIONÄR sieht vorerst wenig Comeback-Potenzial bei der Aktie. Der Titel scheint mittlerweile zwar überverkauft. Eine technische Gegenbewegung in Richtung 16 bis 18 Euro ist nicht auszuschließen. Viel mehr dürfte zunächst allerdings nicht drin sein.

(Mit Material von dpa-AFX)

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