TeamViewer hat sein im Herbst 2025 gesenktes Umsatzziel für das abgelaufene Jahr knapp erreicht. Weitere Geschäftszahlen für 2025 will der Spezialist für Fernwartungssoftware am 10. Februar veröffentlichen. Während die Aktie nach dem Kursrutsch infolge der gesenkten Jahresziele auf ein Rekordtief an einer Bodenbildung arbeitet, haben sich erste Analysten zu Wort gemeldet.
AKTIONÄR-Leser wissen: Auf Basis vorläufiger Daten liegt der Pro-forma-Umsatz von TeamViewer für 2025 bei rund 767 Millionen Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von etwa fünf Prozent entspricht. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sieht das Unternehmen für 2025 weiterhin bei rund 44 Prozent (Vorjahr: 43 Prozent).
Der Umsatz im vierten Quartal sei etwas hinter der Konsensschätzung zurückgeblieben, so Alice Jennings. Die Analystin der britischen Investmentbank Barclays hat ihre „Overweight“-Einschätzung dennoch bestätigt und sieht die Aktie mit einem Kursziel von 8,50 Euro fair bewertet.
Deutlich optimistischer zeigt sich die kanadische Bank RBC („Outperform“). Die Analysten halten nach ersten Indikationen für das abgelaufene Jahr an ihrem Kursziel von 16 Euro fest. Der Umsatz habe innerhalb der zuvor nach unten eingeengten Zielspanne gelegen und den gesenkten Markterwartungen entsprochen, so Analyst Wassachon Udomsilpa. Auch das Ziel einer bereinigten operativen Marge (EBITDA) von rund 44 Prozent für 2025 sei bestätigt worden.
Es bleibt dabei: TeamViewer ist insgesamt gut aufgestellt und agiert mit seiner strategischen Ausrichtung auf KI-gestützte Digital-Workplace-Lösungen am Puls der Zeit, hat die PS bislang jedoch nicht vollständig auf die Straße gebracht. Weitere Hiobsbotschaften sind mit den ersten Eckdaten für 2025 zumindest ausgeblieben. Nun kommt es Anfang Februar auf den Ausblick von Vorstand Oliver Steil an. Kann der Firmenchef die Investoren überzeugen, dürfte sich die Aktie nachhaltig von ihren Tiefstständen lösen.
Heute, 12:26