17.04.2019 Benedikt Kaufmann

Stopp IBM – Hier geht's nicht weiter

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IBM

IBM hat am Dienstagabend gemischte Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Zwar wurden die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen – doch beim Umsatz wurden die Schätzungen nicht erreicht. Die Aktie eröffnete rund fünf Prozent unter dem Vortagesschluss, konnte im positiven Marktumfeld jedoch einen Teil der Verluste wettmachen.

Erneut sinkende Umsätze

Der Umsatz schrumpfte um 4,7 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar – Analysten rechneten mit 18,4 Milliarden Dollar. Die Gewinne je Aktie von 2,25 Dollar konnten die Erwartungen von 2,20 Dollar dagegen erfüllen.

Anleger zeigten sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. Erneut musste ein herber Umsatzrückgang hingenommen werden – ein durch das Cloud-Geschäft angefeuerter Turnaround bleibt damit eine ferne Hoffnung. Das Q1 2019 markierte zudem den dritten Umsatzrückgang in Folge, auch wenn währungsbereinigt nur ein Rückgang von 0,9 Prozent festzustellen ist.

Cloud nur bedingt stark

Die Unternehmensführung wurde dennoch nicht müde, den sich leicht beschleunigenden Wachstumstrend in der Cloud zu betonen. Tatsächlich sorgt IBM hier für kleine Lichtblicke. So stieg in den vergangenen zwölf Monaten der Cloud-Umsatz, der sich auf alle vier Segmente verteilt, um währungsbereinigte zwölf Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar an.

Die unklare Ausweisung für den 12-Monats-Zeitraum über unterschiedliche Segmente hinweg sowie der sinkende Umsatz im Cloud-Software-Segment hinterlassen jedoch auch hier einen faden Beigeschmack. Zudem kann das im Vergleich zur Konkurrenz eher verhaltene „Cloud“-Wachstum nicht die rasant fallenden Umsätze im Mainframe-Geschäft auffangen.

Stopp auf Einstand – Abwarten…

Nach den Zugewinnen der vergangenen Monate und dem aussichtsreichen Zukauf von RedHat wird nun der Stopp auf Einstand (103 Euro) nachgezogen. Wer Geduld hat, wartet ab, bis der IT-Riese sich in Bewegung setzt. Neben dem Milliardenzukauf bieten auch die Blockchain- und KI-Investitionen aussichtsreiche Langfrist-Chancen. Als Cloud-Profiteur ist die IBM-Aktie im Depot jedoch nicht zu anzusehen.

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