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Startschuss für Comeback: Daumen gehen nach oben – KI‑Fantasie lockt Anleger

Startschuss für Comeback: Daumen gehen nach oben – KI‑Fantasie lockt Anleger
Foto: Shutterstock
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Michael Schröder Heute, 12:32 Michael Schröder

GFT Technologies hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem etwas geringeren Gewinnrückgang abgeschlossen als zunächst befürchtet. Für das noch junge Jahr 2026 stellt Vorstandschef Marco Santos zudem wieder bessere Geschäfte in Aussicht. Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) sollen das Wachstum des Stuttgarter Softwareanbieters vorantreiben, der vor allem Lösungen für Banken und Versicherungen entwickelt.

AKTIONÄR-Leser wissen: GFT Technologies unterstützt vor allem Banken (Umsatzanteil: 75 Prozent), Versicherungen (15 Prozent) und Industrieunternehmen (10 Prozent) bei der digitalen Transformation ihrer IT-Systeme. Operativ konnte das Unternehmen im abgelaufenen Jahr den Umsatz um zwei Prozent auf 888 Millionen Euro steigern. Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sank um 14 Prozent auf gut 67 Millionen Euro. Die zuvor bereits reduzierten Prognosen haben die Schwaben am Ende übertroffen.

Für das laufende Jahr erwartet Vorstandschef Santos wieder Wachstum bei Umsatz und Gewinn. Nach dem moderaten Umsatzanstieg im Jahr 2025 soll der Erlös 2026 währungsbereinigt um rund fünf Prozent auf etwa 930 Millionen Euro steigen. Das bereinigte operative Ergebnis soll um 7,6 Prozent auf rund 71 Millionen Euro zulegen, während der Vorsteuergewinn um etwa 21 Prozent auf rund 56 Millionen Euro wachsen soll. Damit würde sich die bereinigte EBIT-Marge auf rund 7,6 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent) verbessern.

Bei den Analysten kam das Zahlenwerk gut an. Felix Ellmann von Warburg Research bezeichnete die vorgelegten Eckdaten als insgesamt überzeugend. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Turbulenzen in der Softwarebranche sei dies bemerkenswert. Der Analyst hat seine Kaufempfehlung mit Kursziel 32 Euro bestätigt.

Ähnlich zuversichtlich zeigt sich NuWays-Analyst Simon Keller, der seine Kaufempfehlung mit Kursziel von 32 Euro ebenfalls bestätigt. Die vorläufigen Zahlen für 2025 signalisierten eine wieder anziehende Wachstumsdynamik, eine schrittweise Margenerholung sowie eine klare Positionierung des Unternehmens als Anbieter von KI-Lösungen, so der Branchenkenner.

Strategisch profitiert GFT aus seiner Sicht von seiner Rolle als Enabler für KI-Anwendungen. Die Plattform Wynxx integriert moderne KI-Modelle etwa von Anthropic, OpenAI und Google. Dadurch könnten neue Tools direkt in Entwicklungsprozesse eingebunden werden. KI erleichtere zudem Modernisierungsprojekte in der Finanzbranche, die schneller und wirtschaftlicher umgesetzt werden könnten. Mehr Hintergründe dazu gibt es hier.

Auch bei der Quirin Privatbank gehen die Daumen für die Aktie nach oben. Analyst Sebastian Droste verwies ebenfalls auf die zunehmende Wirkung der auf KI ausgerichteten Strategie des Unternehmens. Er sieht die Aktie sogar erst bei 33 Euro fair bewertet.

GFT Technologies (WKN: 580060)

Die präsentierten Eckdaten deuten darauf hin, dass die operative Talsohle durchschritten sein dürfte. Die mit einem 2026er-KGV von rund 13 – das im kommenden Jahr auf etwa 11 sinken dürfte – günstig bewertete Aktie könnte nun wieder das Interesse alter und neuer Investoren wecken – vor allem, wenn es dem Vorstand gelingt, den erwarteten Modernisierungsboom in der Finanzbranche wie geplant zu monetarisieren. Passend dazu hat sich auch das Chartbild mit dem Kurssprung aufgehellt. Nächster Halt: 21,40 Euro. Bleibt der GFT-Vorstand am Drücker, könnten nach der 25-Euro-Marke auf Jahressicht auch wieder die Kursziele der Analysten angesteuert werden.

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