FRANKFURT/PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Konjunktursorgen infolge der Rally der Energiepreise haben am Montag vor allem der europäischen Rohstoffbranche zugesetzt. Der Stoxx Europe 600 Basic Resources weitete seinen Verlust seit Beginn des Iran-Kriegs vor einer Woche auf 12 Prozent aus. Bei den Papieren des Stahlkonzerns ArcelorMittal sind es inzwischen sogar 22 Prozent.
JPMorgan-Analyst Dominic O'Kane hatte am Morgen seine bisherige Empfehlung revidiert und riet nun, die Papiere der Luxemburger unterzugewichten. Er erinnerte an die Schwäche des Rohstoffsektors zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Noch hätten die Industriemetall-Preise kaum auf den Iran-Krieg reagiert - trotz ihrer engen Korrelation mit dem globalen Wirtschaftswachstum. Seine bisherigen Negativszenarien für Kupfer und Eisenerz sind nun die neue Ausgangslage. Im Stahlsektor erinnerte er an den "Energieschock" aus dem Jahr 2022/23 und stellte eine mögliche Wiederholung in den Raum.
Insgesamt stufte O'Kane mit Anglo American, Kumba, First Quantum, Lundin,
ArcelorMittal und Voestalpine gleich sechs Werte auf "Underweight" ab. Zudem revidierte er weitere Empfehlungen auf "Neutral"./ag/stk
Quelle: dpa-AFX