++ Ölpreis explodiert: Goldfolio zeigt die spannendsten Rohstoff-Aktien ++

Ölpreisanstieg: Geben die G7‑Staaten Reserven frei?

Ölpreisanstieg: Geben die G7‑Staaten Reserven frei?
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Thorsten Küfner Heute, 07:58 Thorsten Küfner

Die Ölpreise sind nun erstmals seit dem Jahre 2022 wieder über die Marke von 100 Dollar geklettert. In den vergangenen Stunden wurde allerdings ein Teil der Kursgewinne bei Brent- und WTI-Öl wieder abgegeben. Denn wie die FT berichtet, sind die G7-Staaten angesichts des jüngsten Ölpreis-Sprungs offenbar bereit, ihre Ölreserven anzuzapfen, um den Anstieg zu stoppen. 

Die Freigabe von Teilen der hohen Rohöl-Reserven der USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Großbritannien wären ein durchaus starkes Signal. Zum einen könnten sie dafür sorgen, dass es kurzfristig nicht doch noch zu einem Engpass in einigen Regionen kommt (auch wenn die Welt grundsätzlich eigentlich immer noch relativ gut mit Öl versorgt ist). Zum anderen wäre eine derartige Aktion natürlich ein starkes Zeichen an die Märkte.  

Darüber hinaus hat US-Finanzminister Scott Bessent sogar auf die Möglichkeit verwiesen, die Sanktionen auf russisches Öl zu lockern. "Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien", erklärte er gegenüber dem Sender Fox Business. Er sprach von hunderten Millionen Barrel sanktionierten Rohöls auf dem Wasser. Dadurch könnte das globale Ölangebot wieder erhöht werden. Man prüfe daher aktuell diese Möglichkeit. Bessent betonte: "Wir werden weiterhin regelmäßig Maßnahmen ankündigen, um den Markt während dieses Konflikts zu entlasten." Am vergangenen Donnerstag hatten die USA bereits indischen Raffinerien genehmigt, über einen Zeitraum von 30 Tagen russisches Öl kaufen zu dürfen. 

Repsol (WKN: 876845)

Es dürfte spannend werden, mit welchen Schritten versucht wird, den drastischen Ölpreisanstieg einzudämmen und welche Aktionen tatsächlich helfen könnten. Aktuell jedenfalls klingeln natürlich die Kassen bei Ölproduzenten wie etwa Chevron oder Repsol weiter. Anleger bleiben hier an Bord, ziehen die Stoppkurse auf 125 Euro (Chevron) beziehungsweise auf 14,50 Euro (Repsol) nach und lassen die Gewinne laufen.  

Chevron Corporation (WKN: 852552)

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