25.04.2018 Marco Bernegg

Startschuss einer neuen Krypto-Rallye? Drei Bitcoin-Verfolger im Check

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DAX
Trendthema

Der Bitcoin ist zurück. Nachdem die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung der Welt ein paar harte Monate hinter sich hat und im Abwärtstrend gefangen war, hellt sich das Chartbild allmählich wieder deutlich auf.

Wie wir in Ausgabe 16/2018 des AKTIONÄR hingewiesen haben, verdichten sich die Anzeichen einer neuen Rallye. Der Startschuss könnte nun von Seiten der Charttechnik kommen. Hier hat der Kurs nämlich das Dreieck nach oben aufgelöst und so ein charttechnisches Kaufsignal generiert. Auch der Widerstand um die 9.000-Dollar-Marke war kein Problem und wurde schnell nach oben durchbrochen. Jetzt hat der Bitcoin die Widerstandszone bei 12.000 US-Dollar wieder im Blick. Seit Erscheinung der Ausgabe beträgt das Plus schon knapp 20 Prozent.
Zudem wurden drei vielversprechende Altcoins vorgestellt, die seither den Bitcoin sogar outperformt haben.

Cardano plus 38 Prozent

Im Gegensatz zu den ganz großen Konkurrenten hat Cardano keine Probleme bei Skalierung, Sicherheit und zunehmender Zentralisierung. Cardano arbeitet zudem eng mit den Aufsichtsbehörden in aller Welt zusammen und kann dadurch die Technologie sowohl an die Bedürfnisse der Nutzer als auch an die der Behörden anpassen. Im Gespräch mit dem bitcoin-report-Team betonte Michael Parsons, Chairman der Cardano Foundation, das Alleinstellungsmerkmal des jungen Überfliegers: Vor allem die hauseigene Blockchain, die auf dem selbst entwickelten Haskell-Code basiert und sich aus mehreren Schichten (Layers) zusammensetzt, hat eine enorm hohe Skalierbarkeit und gilt als sehr sicher. Haskell ist weiterhin bekannt für seine strengen Algorithmen, die kaum technische Lücken zulassen. In Sachen Anwendungsfälle ist Cardano den Konkurrenten jedoch etwas hinterher. Dies liegt auch daran, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt und die Entwickler noch einige Hürden nehmen müssen. Dennoch verkündete Cardano vor wenigen Wochen, dass Traxia – ein globales Finanzhandelssystem – im vierten Quartal 2018 von der Ethereum-Plattform zu Cardano wechseln wird. Anleger sollten den Verfolger in jedem Fall auf dem Zettel haben. Hier bietet sich mittelfristig viel Potenzial!

EOS plus 60 Prozent

EOS gilt als direkter Konkurrent von Ethereum und wird aufgrund des starken Konzepts deswegen auch oft „Ethereum-Killer“ genannt. Auf der Website steht: „Die stärkste Infrastruktur für dezentrale Anwendungen“. Auch im Whitepaper machen die Entwickler große Ankündigungen, was bei vielen Zweifel weckte, ob die hochgesteckten Ziele tatsächlich realistisch sind. EOS überrascht jedoch immer wieder mit eingehaltenen Deadlines. Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte das Entwicklerteam EOSIO Dawn 3.0, worauf viele Anhänger gespannt gewartet hatten. demnächst soll auch das MainNet live gehen. Neben Mitgründer Brendan Blumer sprach das bitcoin-report-Team auch mit dem Youtube-Star und Krypto-Experten Dr. Julian Hosp über den Altcoin: „EOS verfolgt ein spannendes System. Es hat viele Vorteile, da nicht jeder (Teilnehmer der Blockchain) online sein muss. Es hat jedoch auch eine relevante Zentralisierung. Man will ja im Juli live gehen und verspricht viele tolle Sachen. Man will auch besser als Ethereum sein. Ich denke, EOS entwickelt sich durchschnittlich mit dem Markt – es sei denn, EOS überrascht technologisch sehr positiv.“ Im bitcoin report wurde EOS mit einem guten Timing in das Hybrid-Musterdepot aufgenommen und ist bereits über 100 Prozent im Plus. 

VeChain plus 15 Prozent

Experten sind sich einig, dass die Blockchain-Technologie vor allem das Lieferketten-Management revolutionieren wird. VeChain besetzt genau diesen Markt und kann dabei schon namhafte Partnerschaften vorweisen. CEO Sunny Lu, mit dem auch das bitcoin-report-Team sprach, verkündete Ende Februar auf einem Re­branding-Event die Kooperation mit BMW. Der bayrische Autobauer will damit erste Testläufe zur Implementierung der Blockchain-Technologie in Geschäftsprozesse als auch Lieferketten starten. Des Weiteren ist VeChain im Luxusgütermarkt aktiv. Mit der französischen Luxusmarke Givenchy wird mithilfe der Blockchain Markenschutz und Fälschungssicherheit vorangetrieben. Die ehemalige Tätigkeit des CEO bei LVMH China befördert dieses Vorhaben. Aber der wohl wichtigste Partner ist die chinesische Regierung. Diese plant nämlich, völlig neue Städte zu bauen, die in ihrer Beschaffenheit und Infrastruktur ausschließlich auf aktuellen und zukünftigen Technologien basieren. VeChain wurde für das sogenannte Gui’an-Gebiet als Technologiepartner ausgewählt und wird dort mehrere seiner Blockchain-Anwendungen testen. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen hat sich VeChain schon unter realen Bedingungen bewährt. Heißer Kandidat für 2018.

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