Neue Top-Titel für das AKTIONÄR-Depot
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27.10.2015 Thomas Bergmann

Sparkurs zahlt sich aus - Aixtron überrascht positiv

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Mit dieser Nachricht hatten nur die wenigsten gerechnet - auch nicht DER AKTIONÄR. Der kriselnde Spezialmaschinenbauer Aixtron hat im dritten Quartal dank des eingeschlagenen Sparkurses schwarze Zahlen geschrieben, sowohl beim operativen Gewinn als auch beim Nettoergebnis. Für die leidgeprüften Aixtron-Aktionäre könnte es somit eine technische Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend geben.

Überraschung nach Umsatzwarnung

Der Aixtron hat vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ein Ergebnis (EBITDA) von 4,1 Millionen Euro erzielt. Im zweiten Quartal stand hier noch ein Minus von 15,3 Millionen Euro zu Buche. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Verlust von rund zwei Millionen gerechnet und nur ein Analyst hatte ein Plus auf dem Zettel.

Sorgen bereitet nach wie vor der Auftragseingang, der um neun Prozent auf 135,8 Millionen Euro gefallen ist. Dies sei auf die nach wie vor verhaltene Marktnachfrage und Verzögerungen bei der Entwicklung eines neuen Anlagetyps zurückzuführen.

Gerade wegen dieser Probleme hatte Aixtron vor zwei Wochen noch eine Umsatzwarnung ausgesprochen. Dennoch bestätigte das Unternehmen das Ziel, in der zweiten Jahreshälfte beim EBITDA die Gewinnschwelle zu erreichen. Beim Umsatz rechnet Aixtron im laufenden Jahr nach der gekappten Prognose mit 190 bis 200 (2014: 193,8) Millionen Euro.

Nicht blind kaufen!

Die Aixtron-Aktie notiert im frühen Handel deutlich im Plus. Dies ist nach dieser Meldung durchaus nachvollziehbar. Wie sagte aber ein Börsianer: "Der Auftragseingang ist auf das niedrigste Niveau seit dem ersten Halbjahr 2013 abgestürzt. Nur die ordentliche Profitabilität hat Aixtron gerettet." Auf kurze Sicht sind zwar Kurse um sechs Euro möglich, doch für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung reichen die Zahlen noch nicht aus.

(Mit Material von dpa-AFX)

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