SpaceX feierte Mitte Juni einen fulminanten Börsenstart und wurde dank einer eigens für das Unternehmen eingeführten Regel bereits in den Nasdaq 100 aufgenommen. Passend dazu haben eine ganze Reihe von Analysten die Coverage gestartet. Die anfängliche Euphorie ist mittlerweile verflogen. Eine Chance?
AKTIONÄR-Leser wissen: Nach der ersten Euphorie im Zuge des Rekord-Börsengangs vom 12. Juni und der bisherigen Bestmarke am dritten Handelstag bei 225,64 Dollar war es für SpaceX in der Folgezeit um bis zu 35 Prozent steil bergab gegangen. Heute markierte der Titel, der seit diesem Dienstag im Auswahlindex Nasdaq 100 vertreten ist, seinen bisherigen Tiefstand.
Die anfängliche Rally hatte dem Unternehmen in der Spitze einen Börsenwert von knapp drei Billionen Dollar beschert. Damit hatte es SpaceX in der Rangfolge der weltweit wertvollsten Unternehmen zeitweise auf Platz vier geschafft - hinter dem KI-Chip-Giganten Nvidia, dem Google-Mutterkonzern Alphabet und dem Tech-Riesen Apple.
Unterdessen haben zahlreiche Analysehäuser erste Einstufungen für die SpaceX-Papiere abgegeben, die nahezu einhellig positiv waren. Durch den Aufbau von Infrastruktur in den Bereichen Transport, Konnektivität und Künstliche Intelligenz (KI) trage das Unternehmen dazu bei, die Menschheit auf mehrere Planeten zu bringen, schrieb Deutsche-Bank-Analyst Edison Yu. Im Transportwesen habe SpaceX erreicht, woran Regierungen jahrzehntelang gescheitert seien: große Raketen zuverlässig, wiederverwendbar und zunehmend erschwinglich zu machen - mit dem Höhepunkt Starship. Ähnlich verhalte es sich mit Satelliten. Starlink habe sich zu einem Konnektivitätsnetzwerk für Verbraucher, Unternehmen und Regierungen entwickelt.
Die Ambitionen des Weltraum- und KI-Konzerns und deren mögliche Auswirkungen auf die Menschheit seien größer als bei jedem Unternehmen zuvor, gab sich JPMorgan-Experte Doug Anmuth nahezu euphorisch. Er geht davon aus, dass SpaceX die Zahl der Raketenstarts von "einer Handvoll" im laufenden Jahr auf etwa 5.000 im Jahr 2031 steigern wird. Dies sollte es dem Unternehmen ermöglichen, bis dahin eine Rechenleistung von 75 Gigawatt im All zu installieren. Anmuth traut SpaceX zudem zu, bis 2030 jährliche Wachstumsraten beim Umsatz von durchschnittlich 91 Prozent zu erzielen. Auch für die Margen und den Börsenwert sieht er noch viel Luft nach oben.
Zukunftsmusik. Die Gegenwart sieht noch anders aus. Die volatile Startphase an der Börse scheint für Elon Musks Raumfahrtunternehmen noch nicht vorbei zu sein. Trotz der zuversichtlichen Analystenstimmen - die viel Zukunft in die Gegenwart holen - schauen Anleger bei SpaceX daher vorerst noch von der Seitenlinie zu.
Für Anleger, die dennoch hoch hinaus wollen, gibt es noch eine Alternative. Unmittelbar nach dem erfolgreichen IPO von SpaceX, dem größten Börsengang aller Zeiten, hat DER AKTIONÄR daher einen passenden Index am Start: den Global Space Champions Index mit 20 vielversprechenden Unternehmen, inklusive des Megastars der Branche, SpaceX. Mehr dazu gibt es hier.
(Mit Material von dpa-AFX)
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
Heute, 21:15
Bei Google bevorzugen