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14.12.2017 Marco Bernegg

Skalierungsdebatte um Bitcoin und Bitcoin Cash - „Bitcoin Jesus“ rastet aus

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DAX

Während Bitcoin und Co einen Rekord nach dem anderen brechen, wird die Skalierungsdebatte in der Krypto-Community immer hitziger. In einer Diskussion zwischen Bitcoin-Cash-Vertreter Roger Ver und John Carvalho eskalierte nun die Situation.

Ewige Debatte

Seit den Anfängen des Bitcoin wird über dessen Skalierung diskutiert. Dabei spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle: die Transaktionsgröße und die Blockgröße. Aufgrund der immer weiter steigenden Nachfrage und Nutzerzahl beim Bitcoin stößt das Netzwerk wegen der begrenzten Blockgröße von einem Megabyte oft an seine Grenzen. Die Durchführung einer Transaktion kann dabei viele Stunden dauern.

Bei der Lösungsfindung brach ein regelrechter Streit aus. Die Community konnte sich nicht entscheiden, ob nun die Blöcke vergrößert, die Transaktionsgröße verkleinert oder Kapazitäten in ein externes „Lightning-Netzwerk“ ausgelagert werden sollen.

Im New York Agreement verständigte sich die Gemeinde schließlich auf einen Kompromiss. Nachdem erst die Transaktionsgröße angepasst wurde (SegWit), war für Mitte November eine Verdoppelung der Blockgröße geplant (SegWit2x). Diese wurde jedoch kurzfristig aufgrund fehlender Zustimmung abgeblasen.

Bitcoin Cash

Das New York Agreement ist aber schon viel früher auf Ablehnung gestoßen, woraus am ersten August die Abspaltung Bitcoin Cash resultierte. Entwickler von Bitcoin Cash wollten schnelle und reibungslose Transaktionen gewährleisten, indem sie die Blockgröße auf acht Megabyte anhoben.

Seit dem gibt es immer wieder Streit, welcher Bitcoin jetzt der Wahre ist - der den ursprünglichen Zweck des Gründers Satoshi Nakamotos erfüllt. In einem Skype-Gespräch gerieten Roger Ver, der Bitcoin Cash regelrecht anpreist und John Carvalho, der den Bitcoin verteidigt, in die Haare. Carvalho nannte Ver ein „Bitcoin Cash Cheerleader“ und wiederholte öfter den Begriff „Bcash“, was seinen Gegenüber auf die Palme brachte. Ver beendete daraufhin wutentbrannt das Gespräch, bevor er noch kurz mit ausgestrecktem Mittelfinger an sein Vermögen erinnerte.  

Die Popularität spricht eindeutig für den Bitcoin. Vor allem, da die großen Börsen vemehrt in den Future-Handel mit der Kryptowährung einsteigen. Jedoch ist das Netzwerk regelmäßig mit dem Ansturm überlastet und führt Transaktionen sehr langsam und zu hohen Gebühren aus. Dieses Problem gibt es bei Bitcoin Cash nicht. 

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