Silber: Es bleibt wild...

Silber: Es bleibt wild...
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Thorsten Küfner Heute, 07:25 Thorsten Küfner

Die wilde Fahrt geht weiter: Im heutigen Handel legt der Preis für eine Feinunze Silber wieder um satte fünf Prozent zu. In der Vorwoche verbilligte sich der Preis hingegen noch deutlich. Doch der jüngste Preiseinbruch bei Silber ausgehend vom Rekordhoch bei knapp 120 Dollar hat Privatanleger nicht abgeschreckt – im Gegenteil.

Trotz des massiven Rückgangs, der die außergewöhnlichen Gewinne zu Jahresbeginn nahezu vollständig ausgelöscht hat, floss zuletzt enorm viel Geld in das Edelmetall. In der vergangenen Woche summierten sich die Zuflüsse auf fast eine halbe Milliarde US-Dollar.

Besonders auffällig war das Verhalten rund um den größten Silber-ETF SLV. Nach Daten von Vanda Research investierten Privatanleger in den sechs Handelstagen bis Donnerstag insgesamt 430 Millionen Dollar. Ein erheblicher Teil davon entfiel ausgerechnet auf den 30. Januar: An jenem Tag brach der Silberpreis um 27 Prozent ein – der stärkste Tagesverlust in der Geschichte des Metalls – und dennoch flossen mehr als 100 Millionen Dollar in den ETF.

Dem Kurssturz war eine außergewöhnliche Rally vorausgegangen. Silber hatte das Jahr 2025 bei unter 30 Dollar je Feinunze begonnen und sich im weiteren Verlauf zeitweise vervierfacht. Diese Entwicklung war Teil eines breiteren Edelmetallbooms, der im vergangenen Jahr eingesetzt hatte. Politische Unsicherheiten unter US-Präsident Donald Trump – von der Zolloffensive im April bis hin zu Spannungen rund um Grönland, Iran und die Unabhängigkeit der US-Notenbank – hatten Anleger zunächst in vermeintlich sichere Häfen getrieben, ehe Edelmetalle zunehmend auch zum Spekulationsobjekt wurden.

Die Aufwärtsbewegung kam abrupt zum Erliegen, als Trump Kevin Warsh als Kandidaten für den Vorsitz der US-Notenbank nominierte. Damit schwanden die Befürchtungen, die Fed könnte politischem Druck zu schnellen und deutlichen Zinssenkungen nachgeben. In der Folge ließ auch die Attraktivität klassischer Schutzanlagen nach. Rhona O’Connell, Analystin von StoneX, erklärte: „Deshalb nenne ich es Ikarus. Silber fliegt zu hoch – und der Rest von uns verbrennt sich dabei.“

Silber (WKN: 965310)

Die Volatilität im Silbermarkt bleibt weiterhin hoch. Daher sind nach wie vor starke Nerven gefragt. Grundsätzlich sind die mittel- bis langfristigen Aussichten für den Silberpreis und damit auch für die Aktien im Best of Silver Miners Index des AKTIONÄR aber gut. Denn die Kombination aus einer steigenden Nachfrage und einem langsamer wachsenden Angebot stimmt weiterhin positiv. Das Indexzertifikat mit der WKN DA0AB0 bietet sich nach wie vor zur Depotbeimischung an. Auf gehebelte Produkte sollten ausnahmslos nur sehr Mutige setzen.

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Best of Silver Miners Index (WKN: SLA2ES)

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