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24.06.2021 Maximilian Völkl

Siemens: Da sind die neuen Ziele

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Siemens

Wie bereits erwartet hat sich Siemens neue Ziele für die kommenden Jahre gesetzt. Der neue Chef Roland Busch will damit ein klares Zeichen an den Kapitalmarkt setzen. Für neue Euphorie reicht das zunächst nicht. Im frühen Handel zählt der Industriekonzern zu den schwächsten Werten im DAX.

Die vergleichbaren Umsätze sollen in den kommenden drei bis fünf Jahren durchschnittlich um fünf bis sieben Prozent pro Jahr wachsen, teilte das Unternehmen am Donnerstag im Vorfeld seines Kapitalmarkttages in München mit. Zuvor hatte Siemens über den Geschäftszyklus ein Plus von vier bis fünf Prozent angepeilt. Der Gewinn soll stärker wachsen als der Umsatz: So soll das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokationen – also bereinigt um Auswirkungen von Zukäufen – jährlich im hohen einstelligen Bereich zulegen. Die Margenziele für die Sparte intelligente Infrastruktur sowie für das Zuggeschäft wurden erhöht.

Für das Geschäft mit der digitalen Industrie wurde das bisherige Margenziel von 17 bis 23 Prozent beibehalten. Hier strebt Siemens einen Umbau des Softwaregeschäfts an, was zunächst auf die Zahlen drücken wird. Große Teile des Softwaregeschäfts sollen künftig als cloud-basierter Service angeboten werden. Für Siemens bedeute die Umstellung kontinuierlichere Umsätze, zudem sollen damit neue Zielgruppen erschlossen werden, hieß es.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende September) bekräftigte Siemens seine Gewinnprognose. Anders als zuletzt sind nun die Belastungen der Übernahme des US-Krebsspezialisten Varian durch die Medizintechniktochter Siemens Healthineers enthalten. Die derzeit „günstige Geschäftsentwicklung“ des Konzerns setze sich auch im laufenden Quartal fort, so Siemens.

Siemens hatte im vergangenen Jahr seinen jahrelangen Umbau zum Technologiekonzern mit der Abspaltung des Energiegeschäfts weitgehend abgeschlossen. Von den neuen Zielen sollen auch die Aktionäre profitieren: So legt Siemens ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu drei Milliarden Euro bis 2026 auf. Zudem kündigte der Konzern steigende Dividenden an.

Siemens (WKN: 723610)

Unter dem neuen Chef bleibt Siemens auch nach dem Umbau ehrgeizig. Das ist gut und dürfte der Aktie wieder Schwung verleihen, auch wenn es zunächst nicht für Kursgewinne reicht. Neue Allzeithochs sind möglich. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment im DAX.

Mit Material von dpa-AFX