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Schlussglocke Frankfurt: DAX erneut mit Allzeithoch – Zinshoffnungen beflügeln E.on

Schlussglocke Frankfurt: DAX erneut mit Allzeithoch – Zinshoffnungen beflügeln E.on
Foto: Photo_Pix/Shutterstock
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Michael Diertl Heute, 18:00 Michael Diertl

Der DAX hat seinen Höhenflug am Freitag fortgesetzt. Er erreichte bei 25.827 Punkten das nächste Rekordhoch und ging mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 25.779,31 Punkten aus dem Handel. Damit startet der DAX äußerst schwungvoll ins zweite Halbjahr: In nur drei Julitagen hat er bereits mehr zugelegt als im gesamten ersten Halbjahr. Mit einem Wochenplus von 4,5 Prozent verbucht er zudem seine beste Woche seit April 2025.

Nachdem die weltweite Technologie-Hausse zuletzt an Grenzen gestoßen war, machte die DZ Bank als Antrieb für die DAX-Rekorde die Hoffnung auf eine lockerere US-Geldpolitik sowie das tags zuvor in Berlin beschlossene Reformpaket aus. An ihrem Kursziel von 27.500 Punkten zum Jahresende hält die Bank fest – das entspricht noch fast sieben Prozent Luft nach oben. Kurzfristig sehen Beobachter jedoch eine Barriere bei 26.000 Punkten. Für CMC-Markets-Fachmann Andreas Lipkow ist der jüngste Sprung nach oben noch keine Garantie, diese Marke zu knacken.

An der DAX-Spitze standen die Aktien von E.on mit einem Kurssprung von 4,4 Prozent. Rückenwind erhielt der kapitalintensive und zinsempfindliche Sektor vor allem durch die schwindende Furcht vor US-Zinsanhebungen.

E.on (WKN: 909855)

Eine spürbare Gegenbewegung bei KI-nahen Technologiewerten, die am Freitag in Asien begann, schlug hierzulande bei Infineon mit einem Plus von 1,4 Prozent durch. Wie schon häufiger lief der ebenfalls zur Technologie zählende Softwarebereich jedoch in die Gegenrichtung – aus Sorge, der Megatrend KI könnte zur Gefahr werden. Die im DAX schwer gewichteten SAP-Papiere gaben 1,5 Prozent nach.

Infineon (WKN: 623100)

Die Rheinmetall-Aktie musste nach ihrer zuletzt kräftigen Erholung fast zwei Prozent abgeben. Nachwirkungen zeigt der Verlust eines Großauftrags der deutschen Marine, dessen Folgen der Rüstungskonzern derzeit prüft. Lässt sich der Ausfall nicht kurzfristig auffangen, könnte dies den Umsatz im laufenden Jahr laut Rheinmetall um bis zu 300 Millionen Euro schmälern.

Rheinmetall (WKN: 703000)

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