Nach dem Abverkauf im Mai zeigt der Trend bei Nordex mittlerweile wieder nach oben. Auch angesichts einiger neuer Auftragsmeldungen zeigen sich nun auch die Analysten wieder optimistischer. Sowohl Jefferies als auch RBC haben das Kursziel für den Turbinenbauer angehoben und verleihen der Aktie somit vor dem Wochenende etwas Rückenwind.
Jefferies-Analyst Constantin Hesse zeigt sich weiterhin sehr bullish und hat den fairen Wert für die Aktie noch einmal von 57 auf 58 Euro angehoben. Die Zahlen, die am 29. Juli anstehen, dürften einmal mehr ein starkes Quartal von Nordex belegen, so Hesse. Dank höherer Auslieferungsvolumina dürften die Margen weiter steigen und auch der Auftragseingang sollte deutlich stärker ausgefallen sein als im Auftaktquartal. Zwar bleibe der deutsche Netzausbau ein Unsicherheitsfaktor, doch die regen Auktionsaktivitäten und eine bessere Dynamik in den USA würden die mittelfristigen Wachstumsaussichten verbessern.
Etwas vorsichtiger gestimmt ist Mark Fielding von der RBC. Er hob sein Kursziel zwar leicht von 35 auf 38 Euro an, die Einstufung lautet aber nach wie vor „Underperform“. Er nahm in einer Branchenstudie die europäischen Industrieunternehmen unter die Lupe und setzt wegen der Energieinvestitionen darauf, dass im zweiten Halbjahr die operativen Ergebnisse der Konzern deutlich steigen werden. Die Entspannung im Nahen Osten sollte zudem ein Treiber für die Erholung sein.
Volle Auftragsbücher und steigende Margen: Am bullishen Gesamtbild bei Nordex hat sich nichts geändert, die Nachfrage nach Energie wird weltweit hoch bleiben. Die Korrektur im Mai nach der langen Rally zuvor ist mittlerweile beendet. Die Erholung könnte weiter in Richtung der Hochs oberhalb von 50 Euro laufen. Überzeugen die Zahlen, dürfte sich auch das zweite Halbjahr an der Börse gut entwickeln.
Heute, 11:39