Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
23.09.2017 Thomas Bergmann

Schicksalswahl 2017 - Rallye oder Crash beim DAX

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DAX
Trendthema

Die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Leitindex aus den Bundestagswahlen als Gewinner hervorgeht, ist sehr hoch. Sollte eine faustdicke politische Überraschung aus- und Kanzlerin Angela Merkel im Amt bleiben, rechnet Analyst Michael Heider von Warburg Research mit steigenden Kursen. Denn dann winkten Steuererleichterungen in Milliardenhöhe sowie höhere staatliche Investitionen – ein steigender privater Konsum dürfte dank niedrigerer Steuern die Binnennachfrage ankurbeln, so Heider.

Angst vor der AfD

Diese Rechnung gelte für die "wahrscheinlichen Szenarien". Das sind ein Fortbestand der Großen Koalition, ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP sowie eine Koalition der CDU/CSU mit FDP und Grünen. "Negativ für den Aktienmarkt wären sicher Zugewinne der linken Parteien, zum Beispiel eine Regierung aus SPD, Linken und Grünen, oder ein sehr starkes Abschneiden der extremen Rechten AfD", schrieb Heider.

Die Vorschläge von CDU/CSU und SPD sähen Erleichterungen von 15 Milliarden Euro vor. Bei der FDP seien es sogar 30 Milliarden Euro. Bei einer schnellen Umsetzung der Steuerpläne könnte das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2018 und 2019 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte höher ausfallen. Im günstigsten Fall seien sogar 1,5 Prozentpunkte mehr Wirtschaftsleistung möglich, so der Analyst.

Merkel-Siege am besten

In der historischen Betrachtung wäre ein Wahlsieg der CDU/CSU gut für den deutschen Aktienmarkt. So hat der DAX nach den letzten drei Wahlerfolgen Angela Merkels in den folgenden zehn Wochen im Schnitt sechs Prozent zugelegt. Auf die Wahlsiege der SPD in den Jahren 1998 und 2002 hätten die Märkte dagegen sehr negativ reagiert, so Heider. Seinerzeit sei der DAX um bis zu 15 Prozent eingebrochen.

Spannung total

Am Wahlsieg von Angela Merkel ist aller Voraussicht nach nicht zu rütteln. Spannend wird vielmehr der Kampf um Rang 3 - es könnte sogar die AfD diese Position einnehmen. Es lässt sich zurzeit kaum einschätzen, wie die Börsen auf die unterschiedlichen Regierungskoalitionen reagieren werden. Vor diesem Hintergrund bietet sich die Charttechnik an, und die besagt, dass man den empfohlenen Turbo-Long mit der WKN DGR0NZ (Empfehlungskurs: 7,97 Euro) weiter im Depot lassen kann.

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