27.07.2011 Florian Westermann

SAP-Aktionäre im siebten Himmel

-%
SAP

Die Aktie des Softwarekonzerns SAP ist mit einem satten Aufschlag in den Handel gestartet. Die Walldorfer haben im zweiten Quartal überraschend gut verdient und ihren Ausblick angehoben. Ist das endlich die Trendwende?

Für die Titel des Softwarekonzerns SAP geht es am Mittwochmorgen kräftig nach oben. Nicht ohne Grund: So haben die Walldorfer ihre Erlöse im zweiten Quartal währungsbereinigt wie von Analysten erwartet um 20 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro gesteigert. Die Softwareerlöse kletterten dabei um 35 Prozent und die Serviceerlöse um 20 Prozent. Der bereinigte Konzerngewinn erreichte 703 Millionen Euro - ein Zuwachs von 25 Prozent. Analysten hatten lediglich einen Überschuss von 680 Millionen Euro erwartet.

Ausblick nach oben geschraubt

Angesichts der starken Entwicklung im zweiten Quartal hat der Softwarekonzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. SAP erwartet zwar weiterhin, dass die Serviceerlöse ohne Berücksichtigung von Wechselkursen um zehn bis 14 Prozent steigen werden - allerdings dürfte das Ergebnis am oberen Ende der Spanne liegen. Weiterhin geht SAP davon aus, dass das Betriebsergebnis am oberen Ende der bisher genannten Spanne von 4,45 bis 4,65 Milliarden Euro liegen wird. Die Prognose berücksichtigt noch keine Wechselkursschwankungen. Zudem werde die operative Marge um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte (2010: 32,0 Prozent) steigen.

Ist das die Trendwende?

Die SAP-Aktie hatte in den vergangenen Monaten keinen leichten Stand. Mit dem heutigen Kursplus rückt jedoch das Jahreshoch bei gut 46 Euro in Reichweite. Sollte die aktuelle Widerstandszone in den kommenden Tagen überwunden werden, liegt das nächste Ziel vorerst bei 50 Euro. Ein Stopp bei 38,50 Euro sichert ab.

Weitere Informationen zu SAP sind hier zu finden.

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0