Schwache Vorgaben aus Asien setzen deutsche Chipaktien zum Wochenstart unter Druck. Der zugespitzte Iran-Konflikt, hohe Ölpreise und neue Zinssorgen belasten zugleich das Börsenumfeld. Im Technologiesektor richtet sich die Aufmerksamkeit auf Nvidia. Der US-Chipkonzern legt am Mittwoch nach US-Börsenschluss seine Zahlen vor – und damit das letzte große Highlight der Berichtssaison.
Infineon notiert am Montagmorgen rund 1,1 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag. Die Nebenwerte Aixtron und Suss Microtec verlieren bis zu 0,9 Prozent. In Asien waren Branchenwerte wie SK Hynix zuvor erneut abgerutscht. Auch Samsung Electronics konnte sich dem Abwärtstrend trotz geplanter Dividenden und Aktienrückkäufe nicht entziehen. Bei US-Chipwerten wie Micron deuteten sich ebenfalls Verluste an.
Auch US-Halbleiteraktien wie Micron stehen zunehmend unter Druck. Mit Spannung blicken Marktteilnehmer auf die für Mittwochabend nach Börsenschluss angekündigten Quartalszahlen von Nvidia. Nach Einschätzung des Deutsche-Bank-Strategen Jim Reid kommt den Berichten des Chipkonzerns regelmäßig eine über den Aktienmarkt hinausgehende, gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu.
Alle drei deutschen Chip-Titel haben seit ihren Hochs im Juni dieses Jahres zuletzt Federn lassen müssen. Aixtron ist eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Charttechnisch klar positiv zu werten ist hier, dass die wichtige 200-Tage-Linie zuletzt erfolgreich verteidigt werden konnte. Diese Unterstützung bleibt auch weiterhin im Blickfeld.
Aixtron verfügt über eine dominierende Stellung im Bereich von Anlagen für Kommunikationslaser. Die Aktie dürfte somit weiter vom laufenden KI-Boom profitieren. Die Nvidia-Zahlen am Mittwoch dürfte dem Sektor die kurzfristige weitere Richtung vorgeben. DER AKTIONÄR sieht bei Aixtron ein mittelfristiges Kursziel von 57,00 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien von Nvidia, SUSS Microtec und Micron befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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