08.01.2018 Andreas Deutsch

Robert Halver: So wird 2018

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DAX
Trendthema

Im Frühling wir die Hausse neun Jahre alt. Die Schrecken der Finanzkrise sind längst verflogen – bei den Profi-Anlegern zumindest. Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, bleibt bullish. Lesen Sie seine Analyse.

„Für mich bleibt sicher: Die Geldpolitik wird uns nicht wehtun. Damit bleibt Zinsvermögen auch 2018 erbärmlich und keine Alternative zu Aktien beziehungsweise zu Dividendenrenditen, die deutlich höher liegen.

Ebenfalls positiv: Die Weltwirtschaft ist robust und sorgt für gute Unternehmensgewinne, wovon exportorientierte deutsche Aktien auch 2018 profitieren werden. Der höchste Stand der Ifo-Erwartungen seit Dezember 2011 unterstreicht diese Einschätzung deutlich. Folglich erwarte ich neue Rekordstände, der DAX wird auf 14.500 Punkte steigen. Das meiste Potenzial haben deutsche Mittelstands-Aktien, weltweite Hightech-Titel und japanische Aktien.

Sehr viel halte ich von künstlicher Intelligenz. Die KI-Maschinen hatten vor zehn Jahren die Intelligenz einer Küchenschabe, heute stehen sie beim Kaninchen und in zehn Jahren werden sie den Menschen übertreffen. Die gesamte Industrielandschaft wird digitalisiert und der Mensch wird oft überflüssig. Wir werden dramatische Effizienzsteigerungen erleben, aber auch viele soziale Probleme. Da müssen wir aufpassen.

Apropos aufpassen: Das gilt auch für die Autobranche. Gerade bei E-Mobilität und der Brennstoffzelle haben Amerikaner und Asiaten die Nase vorne. Leider haben wir es zumindest bislang mit einer Bundesregierung zu tun, die munter auf die Autobranche einschlägt anstatt Lösungen zu finden.“

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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