Rheinmetall: Wichtige Hürde genommen

Rheinmetall: Wichtige Hürde genommen
Foto: CHROMORANGE/Michael Bihlmayer/dpa/picture alliance
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Maximilian Völkl 24.01.2025, 11:30 Maximilian Völkl

Rheinmetall bleibt der Highflyer an der deutschen Börse. Zum Handelsstart ist der Rüstungskonzern am Freitag einmal mehr auf ein neues Rekordhoch geklettert. Die Aussichten auf weltweit noch mehr Rüstungsausgaben treiben an, zudem hat nun auch das milliardenschwere deutsch-französische Kampfpanzerprojekt MGCS eine weitere Hürde genommen.

Für die gemeinsame Entwicklung des hochmodernen Landkampfsystems unterzeichneten Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein französischer Amtskollege Sébastien Lecornu in Paris einen Industrievertrag. Pistorius sprach von einem „wichtigen großen Fortschritt“ bei dem Großprojekt. „Wir bauen das Landkampfsystem der Zukunft.“

Industrielle Verteilungskämpfe bei dem Projekt hatten zu Verzögerungen und zu Spannungen zwischen Berlin und Paris geführt. Im April dann hatten beide Länder sich grundsätzlich auf das als „Main Ground Combat System“ (MGCS) bezeichnete Waffensystem verständigt. Es soll künftig Kampfpanzer in einem Datennetzwerk mit Unterstützungswaffen wie Drohnen und anderen unbemannten Systemen verbinden und somit einen militärischen Technologiesprung ermöglichen.

Mehrere Unternehmen beteiligt

„Jetzt ist der Weg frei für eine gemeinsame Projektgesellschaft der vier Konzerne“, sagte Pistorius. Beteiligt sein sollen die Firmen KNDS Deutschland (früher KMW), KNDS France, Rheinmetall Landsysteme und Thales SIX. Deutschland soll das Landkampfsystem steuern, während Frankreich beim gemeinsamen Luftkampfsystem FCAS am Ruder ist. Auch zu diesem Großprojekt wurden bei dem Treffen der beiden Minister in Paris weitere Verfahrensschritte vereinbart.

Das Kampfpanzerprojekt MGCS ist als Nachfolger der Leopard- und Leclerc-Panzer beider Länder gedacht und soll im Laufe der 2030er Jahre einsatzfähig sein. Das Projekt hat ein geschätztes Volumen von rund 100 Milliarden Euro. Das Luftkampfsystem FCAS, dessen Gesamtkosten auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt werden, soll von 2040 an einsatzfähig sein und den Eurofighter ablösen.

„Was Deutschland und Frankreich hinbekommen in den nächsten Jahren in den gemeinsamen Projekten, in der Kooperation, auf vielen anderen Feldern, wird vorbildgebend sein, wird sinnstiftend sein dafür, wie Europa sich in den nächsten Jahren aufstellen kann und muss“, sagte Pistorius. Dies gelte gerade mit Blick auf die Ansprüche an mehr Souveränität und mehr eigene Verantwortung für die eigene Sicherheit.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die guten Nachrichten bei Rheinmetall reißen nicht ab. An der Börse wird das honoriert, die Rekordjagd setzt sich fort. Höhere Kurse sind auch künftig drin. Anleger lassen die Gewinne laufen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

Enthält Material von dpa-AFX

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