Rheinmetall: Neuer Super-Panzer möglich

Rheinmetall: Neuer Super-Panzer möglich
Foto: Karl F. Schöfmann/imagebroker/imago images
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Maximilian Völkl 08.04.2024, 08:59 Maximilian Völkl

Der Rüstungszyklus dürfte noch Jahre dauern. Die Nachfrage nach Aktien wie Rheinmetall sollte entsprechend hoch bleiben. Der Rüstungskonzern dürfte auch die neue Generation der Kampfpanzer etwa für die Bundeswehr liefern. Mit einer größeren Kanone könnte der sogenannte Leopard 3 eine Art Super-Panzer werden.

Wie die Welt berichtet, arbeitet Rheinmetall daran, die Kanone des Kampfpanzers mit 130 statt 120 Millimeter auszustatten. Gegenüber Analysten hatte er im Rahmen der Bilanzzahlen bereits von der Aussicht auf immer größere Milliardenaufträge gesprochen, auch dank des neuen Kalibers mit mehr Feuerkraft auf weitere Distanzen und mehr Durchschlagskraft gegenüber neuen Schutzsystemen. Die Welt am Sonntag hat berichtet, dass bereits erstmals ein staatliches Forschungs- und Entwicklungsprogramm mit dem Verteidigungsministerium für die Waffenanlage samt Munition vereinbart wurde.

Rheinmetall selbst äußert sich inzwischen nicht mehr zu dem Thema. Denn politisch bleibt es brisant. Deutschland und Frankreich müssen sich im Projekt MGCS (Main Ground Combat System) auf ein Kaliber für den gemeinsam geplanten Panzer einigen. Laut Welt favorisiert Frankreich dabei ein Kaliber von 140 Millimeter, entwickelt vom französischen Rheinmetall-Konkurrenten Nexter. Aber: Bereits die aktuelle Version des Leopard wird mit einer Rheinmetall-Kanone ausgestattet, dies könnte ein Vorteil für den DAX-Konzern sein.

Klar ist: Trivial wird die Umstellung auf ein neues Kaliber nicht. Zwei verschiedene Arten von Munition auf Vorrat zu lagern dürfte ein Problem werden, da Munition ohnehin seit Monaten ein knappes Gut ist. Wie schnell eine mögliche Entscheidung für den neuen Super-Panzer fällt, erscheint deshalb fraglich. Dennoch zeigt die Debatte, wie viel Potenzial der neue Zyklus in der Branche für Rheinmetall noch hat.

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