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Rheinmetall: Jetzt wird es spannend

Rheinmetall: Jetzt wird es spannend
Foto: pa/ dpa/ Rubert Oberhäuser
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Maximilian Völkl Heute, 14:11 Maximilian Völkl

Die Rheinmetall-Aktie erholt sich derzeit etwa vom rasanten Kurssturz in der vergangenen Woche. Vierstellige Kurse sind mittlerweile wieder erreicht, mit rund vier Prozent Plus zählt der Rüstungskonzern am Donnerstag zu den stärksten DAX-Werten. Richtig spannend wird es aber erst nach Xetra-Handelsschluss.

Am Abend werden die letzten Signale des Rheinmetall-Managements vor den Quartalszahlen erwartet. Die sogenannten Pre-Close-Calls sorgen derzeit immer wieder für kräftige Bewegungen und hatten auch bei Rheinmetall im Februar schon einmal deutliche Verluste an der Börse verursacht. Nach dem Ende für das milliardenschwere F126-Projekt vergangene Woche werden Experten und Anleger nun besonders genau auf die Aussagen von Rheinmetall blicken.

Am Markt wird derzeit damit gerechnet, dass Rheinmetall im nun abgelaufenen zweiten Quartal einen Umsatz von 3,12 Milliarden Euro und ein EBIT von 429 Millionen Euro erzielt hat – der Konzern selbst bereinigt sein gemeldetes operatives Ergebnis allerdings noch um einige Kennziffern. Kaum zu halten sein werden nach dem F126-Aus die Ziele beim Auftragseingang. Hier bleibt offen, ob CEO Armin Papperger und sein Team auch schon Aussagen zur Gesamtjahresentwicklung treffen werden.

Kaum Auswirkungen dürfte derweil die Entwicklung bei KNDS haben. Der deutsch-französische Wettbewerber hat seinen für den 13. Juli geplanten Börsengang vorerst abgeblasen. Hier will das Management offenbar auf bessere Marktbedingungen warten, nachdem es Probleme gegeben haben soll, die angestrebte Bewertung von über zwölf Milliarden Euro zu erreichen. Bei KNDS wirft aber vor allem die Eigentümerstruktur mit 80 Prozent der Anteile beim deutschen und französischen Staat ohnehin etwas Fragen auf, was die Attraktivität für Anleger angeht.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Der F-126 Schock wird langsam abgeschüttelt. Jetzt müssen die Signale beim Pre-Close-Call stimmen. Da der Abverkauf unverhältnismäßig stark erschien und die grundsätzlichen Aussichten sehr gut bleiben, könnte sich ein gestaffelter Einstieg wieder lohnen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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