Rheinmetall: Eskalation im Nahen Osten droht – Aktie deutlich im Plus

Rheinmetall: Eskalation im Nahen Osten droht – Aktie deutlich im Plus
Foto: CHROMORANGE/Michael Bihlmayer/dpa/picture alliance
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Maximilian Völkl 01.10.2024, 16:04 Maximilian Völkl

Nach der schwachen Kursentwicklung zuletzt kann die Rheinmetall-Aktie am Dienstag wieder zulegen. Die drohende Eskalation im Nahen Osten sorgt dafür, dass Rüstungswerte wieder gefragt sind. Der DAX-Titel springt sogar bereits wieder über die wichtige 500-Euro-Marke. Operativ läuft es derweil weiter rund, wie der nächste Großauftrag untermauert hat.

Ein US-Regierungsbeamter hat davor gewarnt, dass der Iran „unmittelbar“ einen Raketenangriff auf Israel vorbereite. „Die Vereinigten Staaten haben Hinweise darauf, dass der Iran sich darauf vorbereitet, in Kürze einen ballistischen Raketenangriff gegen Israel zu starten“, heißt es in der vollständigen Erklärung. „Wir unterstützen aktiv die Vorbereitungen zur Verteidigung Israels gegen diesen Angriff. Ein direkter militärischer Angriff des Iran gegen Israel wird schwerwiegende Konsequenzen für den Iran haben.“

Bereits am Montag war derweil bekannt geworden, dass Rheinmetall mobile Flugabwehrsysteme nach Dänemark liefert. Konkret geht es um einen Großauftrag für 16 „Skyranger 30“-Türme sowie Fahrzeugausstattung mit einem Auftragswert im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. 2027 und 2028 soll die Luftabwehranlage, die in einen Geschützturm integriert wird, geliefert werden, ein Prototyp bereits Ende 2026. Zudem hat die dänische Regierung auch Munition bei Rheinmetall bestellt.

„Wir sind dankbar, dass mit Dänemark nun ein weiterer namhafter Nato-Kunde auf unseren Skyranger 30 vertraut“, sagte Oliver Dürr, Chef der Sparte Electronic Solutions bei Rheinmetall. Das System soll Gefahren aus der Luft aufklären, verfolgen und abwehren. Auch die Bundeswehr hatte im Februar einen Großauftrag erteilt.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Entwicklung im Nahen Osten belastet den DAX. Rüstungsaktien ziehen dagegen wieder an. Langfristig sind die Aussichten für Rheinmetall angesichts der hohen Nachfrage und der vollen Auftragsbücher ohnehin gut. Das Chartbild hellt sich etwas auf. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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