Aktien von Rheinmetall, Hensoldt und Infineon sind nach Trump-Crash am aktivsten

Aktien von Rheinmetall, Hensoldt und Infineon sind nach Trump-Crash am aktivsten
Foto: Hensoldt, NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa, Renk
Infineon Technologies AG -%
10.04.2025, 12:05 ‧ Martin Mrowka

Nach der von Donald Trump angekündigten Verschiebung der Zoll-Aufschläge um 90 Tage schossen die meisten Aktien bereits gestern Abend nach oben. Zum Handelsstart am Donnerstag nun zeigte sich auch der deutsche Aktienmarkt komplett in grün. Vor allem Rüstungswerte und Infineon waren gesucht. Tradegate verzeichnet am Vormittag besonders hohe Handelsaktivitäten.

Bei Twitter (X) konnte man heute lesen, dass eine Sparkassen-Mitarbeiterin am Montag nach jahrelangem Halten alle ihre Apple-Aktien verkauft hat und am gestrigen Mittwoch den Erlös komplett in Rheinmetall gesteckt hat. Unabhängig davon, ob diese Nachrichten der Wahrheit entsprechen oder "alternative Fakten" darstellen, zeigt die Realität: Die beiden Aktien gehören am Donnerstag-Vormittag zu den am meisten gehandelten via Tradegate. Das allgemeine Anleger-Interesse bei den beliebten Werten scheint groß zu sein.

Top 5 ausgeführte Orders bei Tradegate am Donnerstag-Vormittag
Quelle: Tradegate
Top 5 ausgeführte Orders bei Tradegate am Donnerstag-Vormittag

Bis 11.20 Uhr wurden allein heute über Tradegate 5.816 Orders in der Rheinmetall-Aktie verzeichnet. Apple kam auf 'nur' 2.915 ausgeführte Orders. Übertroffen werden die beiden Werte nur von Nvidia. Die Aktie des amerikanischen KI-Chip-Riesen Nvidia wurde bis dato gut 6.000 mal gehandelt.

Die Anzahl der Orders und die Handelsaktivität bei Tradegate ist natürlich kein Qualitätsmerkmal, sagt auch nichts über die Bewertung der Aktien aus. Doch allein aus dem Marktinteresse und der Intraday-Kursveränderung ("Change") lassen sich Indizien für die aktuelle Stimmung am deutschen Aktienmarkt ziehen.

Die Rheinmetall-Aktie hat dabei bereits wieder das Niveau von vergangenem Freitag erreicht beziehungsweise im frühen Donnerstag-Handel sogar überschritten. Bis auf 1.408 Euro stieg der Rüstungswert am Morgen, rutschte im Zuge von Gewinnmitnahmen kurzfristig orientierter Investoren jedoch auf etwa 1.330 Euro zurück (siehe Chart via Tradegate).

Rheinmetall (WKN: 703000)

Tradegate zeigt in seiner Realtime-Übersicht online auch die "Top 5 ausgeführten Orders" aufgeschlüsselt nach Indizes. Und da stehen am Vormittag im DAX hinter Rheinmetall als aktivste Werte Infineon und Allianz mit 2.476 und gut 2.000 ausgeführten Orders. Im MDAX stehen die Rüstungsaktien von Hensoldt und Renk mit 2.022 und 1.711 Orders on top, im SDAX Maschinenbauer Deutz mit rund 1.100 ausgeführten Orders.

Die Turbulenzen im Trump-Crash haben zu einer massiven Erhöhung der Volatilität geführt. Das scheinen viele Anleger dahingehend für sich umzusetzen, dass bereits größere Kursgewinne sofort realisiert werden. Das sorgt dafür, dass sich beispielsweise Rheinmetall intraday vom frühen Tageshoch bei 1.408 Euro auf etwa 1.330 Euro wieder verbilligt.

Die Kursgewinne von Rüstungsaktien seit dem "Black Monday" zeigen wiederum, dass die Branche zu den aussichtsreichsten der kommenden Jahre zählt. Längerfristig bleiben die deutschen Werte Rheinmetall, Hensoldt und Renk daher aussichtsreich.

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