06.05.2020 Marion Schlegel

Qiagen: Optimismus für das zweite Quartal – Aktie nähert sich Übernahmeangebot

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Qiagen

Das Diagnostikunternehmen Qiagen setzt trotz eines zuversichtlicheren Blicks auf das zweite Quartal seine Jahresprognose aus. Zwar dürften sich die Wachstumstrends aus der ersten Hälfte des Jahres 2020 im Gesamtjahr fortsetzen, teilte das Unternehmen am späten Dienstagabend in Venlo mit. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Dauer und der weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie sowie der künftigen Maßnahmen, die in verschiedenen Teilen der Welt zur Eindämmung der Pandemie ergriffen würden, könne aber nicht zuverlässig vorhergesagt werden, in welchem Umfang dies geschehen werde. So ließen sich die möglichen Folgen für die Produktion, die Lieferketten und die langfristige Nachfrage von Qiagen nicht zuverlässig abschätzen.

Im zweiten Quartal sollte das Nettoumsatzwachstum größtenteils aufgrund der anhaltenden signifikanten Nachfrage nach verschiedenen Produkten und Lösungen für Coronavirus-Pandemie-Tests mindestens um zwölf Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum steigen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Nachfrage dürfte niedrigere Erlöse in anderen Bereichen des Portfolios, die von weit verbreiteten Quarantäne- und Sperrmaßnahmen in mehreren Ländern betroffen seien, mehr als ausgleichen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll mindestens bei 0,40 US-Dollar liegen.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Anfang März hatte der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific angekündigt, Qiagen für rund zehn Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Geboten werden 39 Euro je Aktie. Qiagen-Vorstand und Aufsichtsrat haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Sollte alles glatt laufen, ist der Abschluss der Transaktion für das erste Halbjahr 2021 geplant.

Die Aktie von Qiagen hat sich zuletzt wieder dem gebotenen Übernahmekurs angenähert. Derzeit kostet das Papier 38,35 Euro. Das Potenzial nach oben ist damit stark begrenzt. Selbst wenn es noch zu einer Nachbesserung des Angebots kommen sollte – dürften nicht mehr als 42 Euro drin sein.

(Mit Material von dpa-AFX)