Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
18.03.2020 Marion Schlegel

Qiagen – das ist stark: Produktion von Corona-Testkits soll vervielfacht werden!

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Qiagen
Trendthema

Das Gendiagnostik- und Biotechunternehmen Qiagen gibt im Kampf gegen das Coronavirus ordentlich Gas. Wie die Gesellschaft am Dienstagabend mitteilte, wird die Kapazität für die Herstellung von Corona-Testkits kräftig ausgebaut. Das im MDAX notierte Unternehmen stellt seit einigen Wochen Testkits für das neuartige Virus her. Bislang kann Qiagen etwa 1,5 Millionen Tests pro Monat ermöglichen. Nun will Qiagen bis Ende April Material für 6,5 Millionen und bis Ende Juni 2020 für 10 Millionen Patienten herstellen können. Dazu baut der Konzern seine Fertigung aus. Zu den Kosten machte Qiagen keine Angaben.

Derzeit fehlt es überall an Testkapazitäten. Umso wichtiger ist die jetzige Ankündigung von Qiagen. Auch der Schweizer Pharmakonzern Roche hat in den USA mit der Auslieferung von COVID-19-Tests begonnen. Der Cobas SARS-CoV-2 Test von Roche für die Krankheit COVID-19 wurde in der vergangenen Woche von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Das Unternehmen plant ein Liefervolumen von weiterhin 400.000 pro Woche, damit weiter Test in hohen Volumen durchgeführt werden können.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Vor Kurzem hat der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific ein Übernahmeangebot für Qiagen vorgelegt. Diese liegt bei 39 Euro je Aktie. Im Vergleich zu den Kursen vor Beginn der Übernahmespekulationen im Herbst vergangenen Jahres bedeutet dies einen ordentlichen Aufschlag. Ob die Aktionäre dem jedoch zustimmen oder doch noch auf eine Nachbesserung des Angebots hoffen, ist derzeit noch offen.

Die Aktie von Qiagen ist zuletzt im Zuge der Corona-Krise auch leicht unter Druck geraten. Derzeit notiert das Papier bei 35,00 Euro – also einiges unter dem Übernahmeangebot von 39 Euro. DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich und sieht das aktuelle Niveau durchaus als gute Chance, um sich ein paar Prozentpunkte zu sichern – insbesondere, wenn es möglicherweise noch einmal zu einer Nachbesserung des Angebots kommen sollte. Allerdings sollte man die derzeit extrem unsichere Marktphase einkalkulieren.

(Mit Material von dpa-AFX)