PayPal kommt nicht zur Ruhe. Nach dem massiven Kurseinbruch Anfang Februar folgt nun der nächste Nackenschlag: Der Zahlungsdienstleister fliegt aus dem S&P 100 – und sieht sich gleichzeitig mit neuen Sammelklagen konfrontiert. Ergibt sich für mutige Anleger nach dem Motto „Buy the bad news“ dennoch eine spekulative Chance?
Im Zuge des regulären März-Rebalancings verliert PayPal seinen Platz im prestigeträchtigen S&P 100. Neu aufgenommen werden Applied Materials, GE Vernova, Lam Research und Micron. Neben PayPal müssen auch AIG, MetLife und Target den Index verlassen.
Das ist mehr als ein symbolischer Schlag: Da Billionen an Dollar passiv in Indexfonds investiert sind, die diese Benchmarks nachbilden, müssen entsprechende Fonds ihre PayPal-Positionen reduzieren oder komplett verkaufen. Rund um den 23. März dürfte das für erhöhtes Handelsvolumen und zusätzlichen Druck auf den Kurs sorgen.
Parallel dazu wächst der juristische Gegenwind. Gleich zwei Kanzleien – Robbins Geller Rudman & Dowd sowie Hagens Berman – haben Sammelklagen eingereicht. Betroffen sind Anleger, die zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 2. Februar 2026 investiert waren.
Der Vorwurf wiegt schwer: PayPal soll die eigene operative Stärke und Wachstumsfähigkeit zu positiv dargestellt haben. Insbesondere beim wichtigen „Branded Checkout“ sei die Entwicklung deutlich schwächer verlaufen als kommuniziert – zuletzt nur noch ein Wachstum von einem Prozent im vierten Quartal 2025 nach zuvor fünf Prozent.
Zudem seien die ambitionierten Finanzziele für 2027 unter den damaligen Bedingungen kaum erreichbar gewesen. Die Kläger sprechen von irreführenden Aussagen gegenüber Investoren.
Die Zweifel des Marktes entluden sich am 3. Februar 2026: Nach dem überraschenden Rausschmiss von CEO Alex Chriss und vor allem der Rücknahme der Prognosen brach die Aktie an einem Tag um 20 Prozent ein.
Die Aktie wurde bereits im Zuge des Zahlen-Schocks bei 42,50 Euro ausgestoppt. Ein Wiedereinstieg drängt sich weiter nicht auf. Index-Abstieg, rechtliche Risiken und operative Fragezeichen sprechen klar gegen ein Engagement. PayPal bleibt vorerst ein Fall für die Watchlist, nicht fürs Depot.
Die Anti-PayPal-Aktie: Stabil. Profitabel. Unterschätzt.
PayPal hat seine Anleger massiv vergrault. Gleiches gilt fast für den gesamten Fintech-Sektor – bis auf ein Unternehmen. Mit einem völlig anderen Ansatz als PayPal und Co liefert es starkes Wachstum, hohe Profitabilität und massive Outperformance.
Diese Aktie gibt es ab sofort im neuen Aktienreport „Die Anti-PayPal-Aktie: Stabil. Profitabel. Unterschätzt." von AKTIONÄR-Experte Michael Herrmann.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: PayPal.
Heute, 12:52