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PayPal: Peinliche Rolle rückwärts

PayPal: Peinliche Rolle rückwärts
Foto: ChatGPT
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Michael Herrmann Heute, 11:15 Michael Herrmann

Das europäische Bezahlangebot Wero gewinnt zwar an Bekanntheit, beim Kampf um Marktanteile gegen nationale Platzhirsche und US-Riesen wie PayPal bleibt der Durchbruch aber vorerst aus. Das zeigt eine YouGov-Umfrage in neun europäischen Ländern, die vom Beratungsunternehmen BearingPoint ausgewertet wurde.

Demnach wird Wero inzwischen europaweit wahrgenommen. Bei der tatsächlichen Nutzung sieht das Bild jedoch deutlich ernüchternd aus. In Frankreich, wo Wero wie in Deutschland bereits stärker ausgerollt wurde, gaben 19 Prozent der Befragten an, den Dienst für Geldtransfers zwischen Privatpersonen hauptsächlich zu nutzen. In Deutschland landete Wero mit gerade einmal vier Prozent auf Rang zwei – ein überschaubarer Wert.

Deutlich wird vor allem, wie dominant in vielen Märkten die etablierten Lösungen weiterhin sind. In der Schweiz setzt die große Mehrheit bei privaten Zahlungen auf Twint, in Dänemark und Finnland auf MobilePay, in Schweden auf Swish und in den Niederlanden auf Tikkie. In Deutschland bleibt PayPal mit 56 Prozent klar die bevorzugte Lösung.

Dabei sind die Ambitionen groß: Die European Payments Initiative, ein Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern, will Wero zur europäischen Alternative zu PayPal ausbauen. Seit Juli 2024 ist der Dienst am Start. Zunächst stand – ähnlich wie bei PayPal – die direkte mobile Geldüberweisung zwischen Privatpersonen im Fokus. Inzwischen kann Wero auch bei ersten Online-Händlern als Bezahloption genutzt werden.

Für PayPal ist die Umfrage auf den ersten Blick eine positive Nachricht. Ein echter europäischer Herausforderer ist Wero derzeit nicht. Allerdings leistet sich der US-Konzern selbst unnötige Baustellen. So hatte PayPal angekündigt, die Verknüpfung mit Google Wallet einzustellen, um mehr Nutzer in die eigene App für kontaktloses Bezahlen zu lenken (DER AKTIONÄR berichtete). Kurz darauf folgt jedoch die Rolle rückwärts: In Deutschland und den USA bleibt die Anbindung an Google Wallet doch bestehen.

Das sorgt für Verwirrung. Selbst PayPal räumte gegenüber Medienberichten ein, dass zuvor verschickte Informationen zur Einstellung des Dienstes nicht mehr aktuell seien. Vor allem für Nutzer, die PayPal als Zwischenlösung für kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch verwenden, ist dieses Hin und Her alles andere als vertrauensbildend. Gleiches gilt auch für die Anleger des Bezahldienstleisters.

DER AKTIONÄR hat bereits frühzeitig die Einschätzung vertreten, dass Wero für PayPal keine ernsthafte Gefahr darstellt. Die aktuelle YouGov-Umfrage bestätigt nun, wie schwer sich die europäische Alternative tut, den etablierten Anbietern größere Marktanteile abzujagen.

PayPal (WKN: A14R7U)

Die PayPal-Aktie hat sich zuletzt zwar stabilisiert. Die Erholung steht aber weiter auf wackeligem Boden. Das Management muss nach wie vor Vertrauen zurückgewinnen – und die Rolle rückwärts bei Google dürfte dabei kaum helfen. Anleger halten sich daher weiterhin von der Aktie fern.

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PayPal hat seine Anleger massiv vergrault. Gleiches gilt fast für den gesamten Fintech-Sektor – bis auf ein Unternehmen. Mit einem völlig anderen Ansatz als PayPal und Co liefert es starkes Wachstum, hohe Profitabilität und massive Outperformance.

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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: PayPal.

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