04.12.2018 Börsen. Briefing.

Osram-Aktie: Übernahme letzte Chance

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Osram
Trendthema

Die Aktie des Siemens Spin-Offs Osram steckt ganz tief drin im Verlust-Sumpf. Angeschlagen notiert sie kurz vorm Ende der Verliererliste im MDAX. Dabei war das Münchener Unternehmen einst durchaus hoffnungsfroh an der Börse gestartet, konnte schnell an Wert zulegen. Dieses Jahr indes kennt der Titel nur eine Richtung: Abwärts. Vorm Window Dressing bewahren kann den Titel da nur noch eines – eine Übernahme.

Was ist nur aus dem einstigen Überflieger geworden, könnte man erstaunt ob der desaströsen Kursentwicklung fragen. Die Antwort ist einfach: Zwei Gewinnwarnungen, schlechtes Umfeld – wer will da schon investiert sein? Osrams Geschäft hängt zu einem nicht unbedeutenden Teil auch von der Automobilindustrie ab, und die sonnt sich ja derzeit bekanntlich nicht in grellstem Sonnenschein. Aktien von Automobilzulieferern zählen durch die Bank zu den größten Verlierern im laufenden Jahr.

So erstaunt es in der Folge auch nicht, dass Analysten das Papier auf dem derzeitigen Niveau weitestgehend fair bewertet sehen. Die Kursziele variieren zwischen 35 Euro (UBS) und 45 Euro (Baader Bank) – viel Upside ist also nicht gegeben. Soll verhindert werden, dass Fondsmanager den Titel vor dem Jahreswechsel noch in großem Stil aus ihren Portfolios kehren, muss schon etwas Großes passieren. Etwa eine Übernahme.

Zuletzt kamen Gerüchte auf, der Finanzinvestor Bain Capital wolle das MDAX-Unternehmen schlucken. Man darf davon ausgehen, das investierte Fondsmanager ihre Aktien sofort und gerne weiterreichen würden an Bain, sollte der Preis stimmen. Einmal, um ihre Bilanz tatsächlich zu verbessern. Und dann natürlich, um sie vor dem Jahreswechsel aufzuhübschen.

Eine aktuelle Einschätzung zur Osram-Aktie finden Sie hier.

Dieser Beitrag ist in Kurzform im Börsen.Briefing. erschienen – dem neuen täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR. Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei für das Börsen.Briefing. und starten Sie täglich bestens informiert in den Handelstag.

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