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04.03.2021 Benjamin Heimlich

Oscar Health: Versicherer stolpert an die Börse

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Oscar Health

Das war etwas zu hoch gegriffen. Der Börsenstart an der New York Stock Exchange verlief für Oscar Health nicht wie geplant. Am Ende des ersten Handelstages steht die Aktie zweistellig im Minus. Und vorbörslich zeichnet sich ab, dass es am Donnerstag zu weiteren Abschlägen beim Versicherungs-Start-up kommen könnte.

Fast elf Prozent ging es für die Aktie von Oscar Health am Debüt-Tag an der New Yorker Börse nach unten. Bereits der Eröffnungskurs von 36 Dollar lag deutlich unter dem Ausgabepreis von 39 Dollar. Das Insurtech (englisch: insure technology = Versicherungstechnolgie) hatte noch einen Tag vor seinem IPO die Preisspanne auf 36 bis 38 Dollar angehoben.

Mit seinen digitalen Angeboten und transparenter Tarifpreisgestaltung zielt Oscar vor allem auf jüngere, kostenbewusste Kunden, die online Arzttermine buchen, ihre Laborwerte prüfen und Rezepte per App verlängern wollen.

2020 hat das Insurtech knapp 1,2 Milliarden Dollar umgesetzt und dabei einen Verlust in Höhe von 406 Millionen Dollar angehäuft. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Verdoppelung des Umsatzes aber auch eine Verluststeigerung von 55 Prozent.

Rechnet man die Umsatzentwicklung der letzten Jahre hoch, kommt Oscar mit seiner aktuellen Marktkapitalisierung von gut 7,1 Milliarden Dollar auf ein 2021er Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 2,8.

Damit ist das Insurtech etwas günstiger als der Wettbewerber Clover Health (KUV: 4), der im Oktober 2020 über einen SPAC-Deal an die Börse ging.

Mit 529.000 Kunden kratzt Oscar Health gerade einmal an der Oberfläche des 328-Millionen-Menschen-Marktes USA. Außerdem steht mit der Biden-Regierung der als Obamacare bekannte Affordable Care Act, auf dem das Geschäft des Insurtechs beruht, wieder auf stabileren Beinen.

Oscar Healths ist ein interessantes Unternehmen, das in einem spannenden, lukrativen Markt tätig ist. Watchlist.