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13.09.2011 Steffen Eidam

OHB startet durch

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OHB

Der Raumfahrtkonzern OHB Technology zählt heute zu den größten Gewinnern an den deutschen Börsen. Ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm hat für den notwendigen Schub gesorgt.

Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkaufen möchte, sorgt das in der Regel für steigende Kurse. Bestes Beispiel ist heute der Raumfahrtkonzern OHB. Der jüngste Aufschwung ist Balsam auf die Wunden der zuletzt geschundenen Anleger.

Absturz verhindert

Die Nachricht kam gerade zur rechten Zeit. Nach einem krassen Kurssturz hat die Nachricht eines Rückkaufs von bis 250.000 Aktien die OHB-Titel um rund 15 Prozent in die Höhe schnellen lassen. Nach Angaben des Unternehmens wird das Programm auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 durchgeführt. Die Ermächtigung gilt bis zum 18. Mai 2015. Der Rückkauf wird vom 14. September 2011 an ausschließlich über die Börse erfolgen. Als vorrangige Ziele wurden damals die Einführung von Aktien an ausländischen Börsen, der Zukauf beziehungsweise die Beteiligungen von Unternehmen sowie die Ausgabe von Belegschaftsaktien genannt. 

Bankhaus Lampe rät zum Einstieg

Sebastian Hein vom Bankhaus Lampe rät weiterhin zum Einstieg bei OHB mit Kursziel 17 Euro. Nach Gesprächen mit dem Vorstand gehe man von guten operativen Aussichten für das Unternehmen aus. Dank bestehender Projekte im Satellitengeschäft dürfte die Auslastung weiterhin hoch bleiben. Für Fantasie sorgt zudem die Ausschreibung des Galileo-Auftrags in den kommenden Monaten sowie von weiteren großen Projekten, bei denen sich OHB zurecht gute Chancen ausrechnen darf.

Auf der Startrampe

Nach dem Kurssturz der Aktie sollten Anleger wieder ein Auge auf OHB werfen. Zumal der Vorstand zuletzt eine Verbesserung der Margen angekündigt hat. Angesichts des langfristigen Charakters der Aufträge ist das Orderbuch auch in den kommenden Jahren gut gefüllt. Und natürlich beflügelt das angekündigte Aktienrückkauf-Programm die Titel.

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