Die Aktie von Nvidia kann im vorbörslichen US-Handel derzeit mehr als zwei Prozent zulegen. Grund für die freundliche Stimmung ist ein Bericht, dass Chinas-Tech-Konzerne Nvidia-Chips kaufen dürfen. Offenbar ist es Konzernchef Jensen Huang gelungen, sowohl in Washington als auch in Peking Bewegung in die zuletzt stark regulierten Chip-Lieferungen zu bringen.
Die Beziehungen zwischen Nvidia und China erhalten neuen Schwung. Nach Informationen aus Regierungskreisen dürfen große chinesische Technologiekonzerne wieder verstärkt auf Hochleistungschips des US-Halbleitergiganten zugreifen.
Wie aus mit der Sache vertrauten Quellen hervorgeht, haben chinesische Aufsichtsbehörden Unternehmen wie Alibaba, Tencent und ByteDance grundsätzlich signalisiert, dass sie in die nächste Phase der Beschaffung von Nvidias H200-Prozessoren eintreten können. Dabei handelt es sich um besonders leistungsfähige Chips, die vor allem für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz eingesetzt werden
Ganz ohne Auflagen erfolgt die Lockerung allerdings nicht. Parallel dazu drängt die chinesische Regierung die Konzerne, auch verstärkt Halbleiter aus heimischer Produktion zu berücksichtigen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von ausländischer Technologie trotz punktueller Öffnung weiter zu reduzieren.
Zuvor hieß es, Huang wolle in den kommenden Tagen China besuchen – noch vor dem Mitte Februar stattfindenden chinesischen Neujahrsfest. Das sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber CNBC. Huang werde voraussichtlich am Montag an einer Nvidia-Firmenfeier in Peking teilnehmen, sagte eine der Quellen, die anonym bleiben wollte, um über die Reise sprechen zu können.
Die Aktie von Nvidia erhält in jedem Fall dadurch weiteren Rückenwind. Im vorbörslichen US-Handel gewinnt das Papier 2,4 Prozent auf 187,10 Dollar. Damit notiert die Aktie wieder klar über der 50-Tage-Linie, die aktuell bei 184,05 Dollar verläuft. DER AKTIONÄR ist von Nvidia weiterhin überzeugt. Die Aktie bleibt ein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 13:14