Die US-Börsen haben zum Wochenschluss nachgegeben. Belastet wurden die Märkte durch überraschend kräftig gestiegene Erzeugerpreise. Diese nähren Zweifel an baldigen Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed. Zusätzlich sorgte die angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran vor dem Wochenende für Zurückhaltung bei den Investoren.
Der Dow Jones Industrial verlor zuletzt 1,3 Prozent und fiel auf 48.847 Punkte. Damit zeichnet sich für den Leitindex ein Wochenminus von rund 1,5 Prozent ab, auch die Monatsbilanz dürfte leicht negativ ausfallen. Der S&P 500 gab um 0,9 Prozent auf 6.850 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,7 Prozent auf 24.853 Punkte ein, nachdem er bereits am Vortag unter den kritisch aufgenommenen Zahlen von Nvidia gelitten hatte. Auf Wochen- und Monatssicht drohen auch hier Verluste.
Besonders stark unter Druck standen Finanzwerte. Titel wie American Express, Goldman Sachs und JPMorgan verloren zwischen 3,0 und 7,5 Prozent und zählten zu den schwächsten Werten im Dow.
Im Mediensektor rückte der mögliche Abschluss des Bietergefechts um Warner Brothers in den Fokus. Netflix kündigte an, sein Angebot nicht weiter zu erhöhen, da eine höhere Offerte wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll wäre. Die Warner-Aktie gab daraufhin um 1,8 Prozent nach. Paramount, dessen verbessertes Angebot vom Warner-Verwaltungsrat bevorzugt wurde, profitierte hingegen. Die Aktien von Netflix und Paramount legten um 12,7 beziehungsweise 23,5 Prozent zu. Analysten bewerteten den Rückzug von Netflix positiv und sehen auch ohne Übernahme weiterhin solides Wachstumspotenzial.
Deutlich im Plus lagen die Papiere von Dell. Sie sprangen um knapp 22 Prozent auf den höchsten Stand seit November. Zwar entwickelte sich die operative Marge im vergangenen Quartal uneinheitlich, doch die Prognosen für Umsatz und Gewinn im laufenden Geschäftsjahr übertrafen die Erwartungen. Vor allem der Ausblick für das Geschäft mit KI-Servern überzeugte. Zudem kündigte Dell an, das Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar auszuweiten.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 20:41