07.11.2019 Maximilian Völkl

Nordex-Rivale Vestas glänzt mit Zahlen – hier stimmt auch die Marge!

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Vestas
Trendthema

Der Turbinenbauer Vestas hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt. Einmal mehr hat sich der dänische Weltmarktführer von der schwächelnden Konkurrenz abgehoben und Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Nach den schwachen Zahlen von Siemens Gamesa zu Beginn der Woche verleiht das der Branche wieder Schwung – die Vestas-Aktie klettert um sechs Prozent.

Im dritten Quartal kletterte der Umsatz von Vestas um 30 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte sogar um 55 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro zu. Auch die vollen Auftragsbücher beeindrucken: Ende September standen Bestellungen im Wert von 16,5 Milliarden Euro in den Büchern, inklusive Serviceaufträge waren es sogar 32,8 Milliarden Euro. Alleine im dritten Quartal kamen Aufträge für 3,5 Milliarden Euro herein – 40 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Auch in den kommenden Monaten und 2020 rechnet Konzernchef Henrik Andersen mit einer lebhaften Nachfrage. Volle Auftragsbücher sind in der boomenden Windbranche allerdings keine Überraschung. Positiv sticht Vestas vor allem mit der Marge vor. Während der deutsche Rivale Nordex noch immer unprofitabel ist und auch Siemens Gamesa zuletzt mit der Profitabilität enttäuscht hat, konnte Vestas die EBIT-Marge von 9,8 auf 11,8 Prozent steigern.

Vestas (WKN: 913769)

Vestas überzeugt erneut auf ganzer Linie. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Wer langfristig in die Windbranche investieren will, setzt auf den Weltmarktführer. Kurzfristig erscheint aber vor allem auch das Chance-Risiko-Verhältnis bei Nordex attraktiv. Durch das Übernahmeangebot von Acciona ist der Kurs nach unten abgesichert – gelingt es die Marge zu steigern, dürfte die Aktie in den Rallyemodus schalten.