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17.02.2021 Börsen. Briefing.

Nokia: Das Ende naht... im Auswahl-Index

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Nokia

Zweimal im Jahr werden auch im wichtigsten europäischen Aktienindex, dem EuroStoxx 50, die Kandidaten gecheckt. In neun Tagen, am 26. Februar, ist es wieder soweit. Auf Basis der Schlusskurse wird dann ermittelt, wer drin bleiben darf und wer weichen muss. Für den finnischen Netzwerkausrüster Nokia wird es eng.

Laut den jüngsten Daten der Société Générale dürfte Nokia die Verbleibe-Kriterien im Leitindex der Eurozone nicht mehr erfüllen. Sie würde daher von der im Börsenwert (gemessen am Streubesitz) am besten positionierten Aktie auf der EuroStoxx-Auswahlliste ersetzt. Aktuell wäre dies die spanische Bankaktie BBVA.

Die Nokia-Aktie dümpelt seit ihrem von Spekulanten getriebenen kurzen Ausflug zur 5-Euro-Marke mittlerweile bei nur noch 3,40 Euro herum. Nachdem kürzlich bereits die 200-Tage-Linie unterschritten wurde, wackelt nun auch der 50-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 3,44 Euro verläuft. Bei 3,36 Euro bietet nun noch eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie eine gewisse technische Unterstützung.

Nokia (WKN: 870737)

Erst einige Plätze hinter BBVA folgt der Autokonzern Stellantis, der bei der Fusion von Fiat Chrysler und dem französischen Autobauer PSA entstanden ist. Dass er für den Ölkonzern Eni als aktuell zweitschwächstem EuroStoxx-Wert aufgenommen wird, scheint jedoch momentan kaum wahrscheinlich.

Die Chancen für den deutschen Chiphersteller Infineon auf eine Aufnahme in den EuroStoxx sind hingegen wieder gesunken. Der deutsche Chip-Hersteller wäre aktuell nicht auf der Auswahlliste. Diese ist jedoch Voraussetzung dafür, um per "Fast-Entry" im März in den Leitindex der Eurozone aufgenommen zu werden. Die Regel besagt, dass Nicht-Mitglieder, die auf der Auswahlliste im Börsenwert Platz 25 oder besser einnehmen, in den EuroStoxx aufgenommen werden.

Dafür aber müsste der Infineon-Kurs zurzeit noch weiter zulegen und dabei die am Streubesitz orientierte Marktkapitalisierung diejenige der Beteiligungsgesellschaft Prosus übertrumpfen, wie SocGen-Analyst Yohan Le Jallé schrieb. Aktuell jedoch liegt sie bei den Münchnern bei 42,5 Milliarden Euro und für Prosus bei 44,1 Milliarden Euro.

Die Index-Tochter der Deutschen Börse wird mögliche Veränderungen in den europäischen Indizes am Abend des 1. März bekannt geben. Die Umsetzung etwaiger Änderungen erfolgt dann zum Montag, 22. März 2021. (Mit Material von dpa-AFX)

Mit dem wahrscheinlichen Rauswurf aus dem EuroStoxx 50 verliert die Nokia-Aktie weiter an Attraktivität. Engagierte Aktionäre können das Papier halten, sollten aber keine schnellen Kurssprünge nach oben erwarten. 

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