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Nach US‑Zahlen: Snowflake hebt ab, Salesforce schwächelt – SAP zeigt Stärke

Nach US‑Zahlen: Snowflake hebt ab, Salesforce schwächelt – SAP zeigt Stärke
Foto: nitpicker/Shutterstock
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Marion Schlegel Heute, 09:45 Marion Schlegel

Die Aktie von SAP wird neben den übergeordneten geopolitischen Entwicklungen heute von Quartalszahlen von US-Unternehmen beeinflusst. Salesforce und Snowflake haben am Mittwoch nach US-Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Während Salesforce etwas Federn lassen musste, konnte Snowflake kräftig zulegen. Die Aktie von SAP kann im frühen Handel leicht zulegen und gehört zu den wenigen Gewinnern des Tages im DAX.

•    SAP-Aktie legt leicht zu und zählt zu den wenigen DAX-Gewinnern.
•    Salesforce übertrifft mit Umsatz und Gewinn die Erwartungen deutlich, enttäuscht aber beim Ausblick
•    Snowflake begeistert mit starken Zahlen und hebt Umsatzprognosen an.

Salesforce hat zum Jahresauftakt stärker abgeschnitten als erwartet und sowohl bei Umsatz als auch Gewinn neue Bestmarken erreicht. Der US-Softwarekonzern steigerte die Erlöse im ersten Quartal um 13 Prozent auf 11,13 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie sprang überraschend deutlich auf 3,88 Dollar nach oben und lag damit klar über den Prognosen der Analysten. Auch der operative Cashflow überzeugte mit 6,7 Milliarden Dollar.

Salesforce (WKN: A0B87V)

Vor allem der KI-Bereich entwickelt sich für den SAP-Konkurrenten zunehmend zum Wachstumstreiber. Die Plattform „Agentforce“, mit der sich Vertriebs- und Serviceprozesse automatisieren lassen, sorgte erneut für kräftige Zuwächse. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze dieses Geschäfts schnellten um 205 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar nach oben. Konzernchef Marc Benioff sprach von der größten Wachstumschance in der Unternehmensgeschichte. Zudem meldete Salesforce Rekordwerte bei Großaufträgen und Vertragsabschlüssen. Auch die Collaboration-Plattform Slack gewann weiter an Bedeutung und war an fast der Hälfte aller Millionen-Deals beteiligt.

Trotz der starken Zahlen reagierten Anleger zurückhaltend. Der Ausblick für das laufende Quartal blieb leicht hinter den Erwartungen der Wall Street zurück. Salesforce rechnet im zweiten Quartal mit Erlösen zwischen 11,27 und 11,35 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt etwas mehr erwartet.

Der SAP-Partner Snowflake hat hingegen nachbörslich einen Kurssprung von mehr als 37 Prozent hingelegt. Snowflake hat mit starken Quartalszahlen und optimistischen Prognosen für Begeisterung gesorgt. Der Cloud-Datenspezialist profitierte dabei vor allem vom boomenden KI-Geschäft. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 kletterte der Umsatz um 33 Prozent auf 1,39 Milliarden Dollar und lag damit klar über den Erwartungen. Auch der Gewinn je Aktie fiel besser aus als prognostiziert. Besonders dynamisch entwickelte sich das Produktgeschäft. Zudem zog die Kundenbindung weiter an.

Snowflake Inc. (WKN: A2QB38)

Für das laufende Quartal und das Gesamtjahr hob Snowflake seine Umsatzprognosen an. Finanzchef Brian Robins verwies auf die stark steigende Nachfrage nach KI-Lösungen auf der Plattform. Immer mehr Großkunden investieren dabei jährlich über eine Million Dollar.

Die Aktie von SAP arbeitet derzeit an der Trendwende. Ein wichtiger Schritt war bereits der Sprung über die 50-Tage-Linie. Hier muss sich das Papier nun behaupten. Die nächste wichtige Zielmarke auf dem Weg nach oben ist die 200-Tage-Linie. Anleger können weiter bei dem vom AKTIONÄR empfohlenen Discount-Call zugreifen.

SAP (WKN: 716460)

FAQs zur SAP-Aktie
Was genau macht SAP?
SAP ist der weltweit führende Anbieter von ERP-Software (Enterprise Resource Planning). Das Unternehmen entwickelt Systeme zur Steuerung von Geschäftsprozessen wie Buchhaltung, Vertrieb, Einkauf, Produktion und Personalwesen. Der aktuelle Fokus liegt auf der Transformation der Kunden in die Cloud und der Integration von künstlicher Intelligenz über die „SAP Business AI“.
Wie viel ist SAP aktuell wert?
Die Marktkapitalisierung von SAP liegt derzeit bei rund 175 Milliarden Euro. Damit ist das Software-Unternehmen nach Siemens das zweitwertvollste Unternehmen im deutschen Leitindex.
Wie verdient das Unternehmen sein Geld?
Das klassische Modell basierte auf dem einmaligen Verkauf von Software-Lizenzen und anschließenden Wartungsgebühren. SAP stellt das Modell jedoch konsequent auf Abo-Modelle (SaaS – Software as a Service) in der Cloud um. Diese sorgen für planbare, wiederkehrende Umsätze und höhere Kundenbindung.


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