24.04.2018 Nikolas Kessler

Munich Re: Starke Gewinnprognose – Aktie kurz über 200 Euro

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Trendthema

Unterstützt von einer überraschend hohen Gewinnprognose für das erste Quartal hat die Aktie von Munich Re am Dienstagvormittag die Marke von 200 Euro überwunden. Zwar konnte dieses Niveau nur kurz gehalten werden, das Chartbild präsentiert sich aber weiterhin aussichtsreich.

Unerwartet wenige Großschäden haben dem Rückversicherer einen guten Start ins laufende Jahr beschert. Wie der DAX -Konzern am Montagabend mitteilte, werde für die ersten drei Monate des Jahres ein Nettogewinn von über 800 Millionen Euro erwartet – und damit über 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (Q1/2017: 557 Millionen Euro). Laut Händlern waren am Markt fast 200 Millionen Euro weniger erwartet worden. Der vollständige Quartalsbericht wird am 8. Mai veröffentlicht.

Bereits am Montag hatte Vorstandschef Joachim Wenning in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass der Konzern den Wendepunkt erreicht habe und für 2018 höhere Gewinnziele als im Vorjahr angekündigt. Im laufenden Gesamtjahr rechnet der weltgrößte Rückversicherer mit einem Ergebnis im Bereich zwischen 2,1 und 2,5 Milliarden Euro. Zudem äußerte sich Wenning aufgeschlossen gegenüber einem möglichen Einstieg eines Ankerinvestors – betonte aber, nicht aktiv auf der Suche zu sein.

Aktie klettert auf 3-Jahres-Hoch

Angetrieben von der positiven Prognose konnte die Aktie am Vormittag an ihren Aufwärtstrend anknüpfen. Dabei hat der Kurs kurzzeitig die Marke von 200 Euro überwunden und bei 200,30 Euro ein neues 3-Jahres-Hoch markiert. Trotz dieses neuen Kaufsignals ist die Aktie zwar inzwischen moderat ins Minus gedreht, der mittelfristige Aufwärtstrend ist aber weiterhin intakt.

Dividendenabschlag am Donnerstag

Wer dem gestrigen Trading-Tipp des AKTIONÄR gefolgt oder bereits länger investiert ist, setzt auf einen nachhaltigen Sprung über die 200-Euro-Marke und mögliche Anschlussgewinne. Der Dividendenabschlag nach der Hauptversammlung am morgigen Mittwoch dürfte den Kurs in Anbetracht der positiven operativen Entwicklung dabei nicht nachhaltig belasten.