06.02.2019 Fabian Strebin

Munich Re: Da freuen sich die Aktionäre

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Der Rückversicherer aus München hat vorläufige Zahlen zum abgelaufenen Jahr vorgelegt. Der Gewinn lag dabei im Rahmen der Erwartungen, der Konzern hat aber dennoch mehrere Überraschungen parat. So können sich die Aktionäre auf eine deutlich höhere Dividende freuen.

Eine Gewinnspanne von 2,10 bis 2,50 Milliarden Euro hatte sich der Vorstand als Ziel gesetzt. Mit 2,28 Milliarden Euro ist eine Punklandung gelungen. Im Vorjahr waren es noch 392 Millionen Euro weniger. Das liegt vor allem an den Großschäden, die 2018 geringer waren als 2017, obwohl es im vierten Quartal Waldbrände, Hurrikans und Taifune gab. Positiv überraschte hingegen die Erstversicherungstochter Ergo, die gerade umgebaut wird. Bereits im Herbst wurde die Prognose für den Gewinn auf 350 Millionen Euro angehoben. Nun wurden 412 Millionen Euro erreicht. Das lag unter anderem an einem verbesserten Schadensmanagement.

Überraschend hat der Konzern seine Dividende erhöht. Sie steigt um 7,5 Prozent auf 9,25 Euro. Beim aktuellen Kurs entspricht das einer Rendite von 4,6 Prozent. Damit bleibt der Konzern seiner Linie treu. Ziel ist es, dass die Ausschüttungen jährlich zu erhöhen beziehungsweise mindestens stabil zu bleiben.

Kein Stück aus der Hand geben

Im schwierigen Niedrigzinsumfeld und in hart umkämpften Märkten hat die Munich Re einen ordentlichen Gewinn eingefahren. Die Restrukturierung der Tochter Ergo nimmt immer weiter Fahrt auf. Die Zahlen wurden am Markt freudig aufgenommen und haben die Aktie auf ein neues Jahreshoch katapultiert. Mit einem KGV von elf ist die Aktie dabei nicht zu teuer, der Branchendurchschnitt liegt bei 12. DER AKTIONÄR rät investierten Anlegern, dabeizubleiben und die Dividende zu kassieren.